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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Björn Harmsen als neuer Trainer der WWU Baskets stellt sich vor

Münster

Björn Harmsen hat in Deutschlands Basketballszene schon viel gesehen. Viele Vereine in vielen Städten bis hin zur Bundesliga, aber die WWU Baskets und die zweite Liga ProB kennt er erstaunlicherweise noch nicht persönlich. Doch das wird sich jetzt gründlich ändern.

Björn Harmsen lebt den Basketball: Bei Science City Jena Foto: Christoph Worsch

Björn Harmsen ist der neue Mann am Ruder des Flaggschiffs des münsterischen Basketballs. Hochseetauglich wurden die WWU Baskets unter seinem Vorgänger Philipp Kappenstein, der das Team in seiner neunjährigen Amtszeit als Qualitäts-Marke weit über Münster hinaus etablierte. Ab sofort steuert also Harmsen, der am Montag seinen 39. Geburtstag feierte, die Geschicke der Baskets. Der anerkannte Basketball-Fachmann übernimmt in Münster eine funktionierende Einheit, will aber auch eigene Akzente setzen. Zunächst möchte der neue Trainer Münster kennenlernen – und Münster den neuen Trainer. Björn Harmsen Punkt für Punkt.

Zu den Zielen

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe“, sagt Harmsen, der Bewährtes mit Innovativem verbinden will: „Wir wollen die Identität bewahren und damit die nächsten Schritte gehen.“

Zum neuen Club

Es ist kein Blind Date – zumindest nicht aus Sicht den neuen Trainers. Harmsen hat seinen neuen Verein schon in Aktion gesehen und dessen Entwicklung aufmerksam verfolgt. Sein Eindruck: Ein „sehr sympathischer Verein, der immer weiter gewachsen ist.“

Zur neuen Liga

Nach BBL und Pro A jetzt also drittklassig: Für Harmsen eine Änderung, aber kein Abstieg. Der Kontakt kam über lange und vor allem gute Kontakte zu Baskets-Manager Helge Stuckenholz: „Ich kenne Helge schon lange und wir sind befreundet. Da tauscht man sich auch über Werte und Vorstellungen aus, die man vertritt und auch auf die Arbeit überträgt“, sagt Harmsen. Da gehe es mehr um die Qualität des Teams, als um die Ligenzugehörigkeit. „Wir beide sind der Meinung, dass Basketball in erster Sache ein Mannschaftssport ist. Die Grundidee ist immer, dass man gemeinsam etwas erreicht und teilt, aber auch zusammen durch Täler geht und aufgefangen wird. Außerdem habe ich in Deutschland in jeder Liga schon gecoacht, es fehlen mir bisher aber noch ProB, NBBL und JBBL. Jetzt fange ich mal mit Pro B an ...“

Zur Qualität der Liga

Harmsen sieht den kompletten Basketball in einer fließenden Aufwärtsbewegung: „Ich denke, dass die Liga immer besser wird. So wie das ja auch in der BBL und in der Pro A der Fall ist. Und wenn sich die Ligen darüber professioneller und stärker entwickeln, dann hat das natürlich auch immer einen Effekt nach unten.“

Zur Spielphilosophie

„Ich versuche, meine Philosophie eigentlich immer auf die Mannschaften anzupassen. Aber meine Grundidee besteht darin, defensiv sehr aggressiv zu spielen, offensiv mit viel Bewegung ohne Ball und nicht nur zuzuschauen und rumzustehen. Nur so kann der Ball auch bewegt werden.“

Zur Kaderplanung

Ein Thema, das auch die Fans brennend interessiert. Die Abgänge sind bekannt – und reißen sportlich wie emotional eine große Lücke. Der erste große Auftrag für den neuen Trainer und Sportdirektor: „ Wir verlieren leider vier sehr wichtige Jungs. Natürlich werden wir auch neue Spieler verpflichten. Aber am Ende muss die Mannschaft das ausgleichen. Die geschlossene Einheit und Ausgeglichenheit muss unsere größte Stärke sein.“

Zur Doppelaufgabe

Björn Harmsen weiß, dass die Doppelbelastung durchaus auch mehr als 24 Stunden am Tag brauchen könnte, sieht den Dingen aber positiv und mit großem Elan entgegen: „Eigentlich besteht das Trainerleben aus Schreibtisch und Halle. Spielvorbereitung, Trainingsvorbereitung und Spielnachbereitung am Schreibtisch, die Durchführung in der Halle. Das Spiel ist im Endeffekt das I-Tüpfelchen, die Aufführung des Geprobten. Aber dazu kommt ja auch noch die eigentliche Arbeit des Sportdirektors. Es werden also volle Tage werden mit wenigen Pausen, insbesondere mentaler Art.“

Zur neuen Heimat

Harmsen kennt Münster vor allem aus den Erzählungen seines jüngsten Bruders, der in der Domstadt studierte – und kann diese Eindrücke jetzt auch aus erster Hand bestätigen: „Eine tolle Stadt mit viel Grün, einer sehr schönen Innenstadt, viel Historie und dazu die ganzen Studenten mit den Unmengen an Fahrrädern. Auch ich bin meine ersten Wochen nur mit dem Rad unterwegs, und das ist sehr angenehm.“

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