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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Die WWU Baskets erwarten in der zweiten Playoff-Phase erneut Bayern II

Münster

Lange mussten die WWU Baskets Münster warten, ehe ihr Gegner für die erste Partie der zweiten Playoff-Phase feststand. Erst am Freitagabend um kurz nach 21 Uhr und damit keine 43 Stunden vor dem Hochball am Sonntag (16 Uhr) war klar, dass es der FC Bayern München II ist. Und an die junge Garde des Bundesligisten hat der Pro-B-Ligist noch beste Erinnerungen.

Henner Henning

Ist gegen Bayern II wieder dabei: Münsters Center Adam Touray Foto: Jürgen Peperhowe

Philipp Kappenstein schmiss am frühen Freitagabend seinen Rechner an. Im Livestream verfolgte er die Partie der TKS 49ers gegen den FC Bayern München II. Pflichtprogramm für den Coach der WWU Baskets Münster, die bis kurz nach 21 Uhr auf ihren ersten Gegner in der zweiten Playoff-Phase der 2. Bundesliga Pro B warten mussten. Nun aber herrscht nach dem mühsamen und überaus zittrigen 78:76 (45:39) der Münchener Klarheit: Am Sonntag (16 Uhr) sind es die Bayern, die erneut am Berg Fidel aufschlagen.

Wie zu Beginn der Playoffs am 27. März, als die Baskets der jungen FCB-Garde mächtig einheizten und sie beim 75:52 (46:25) gerade in der Anfangsphase förmlich überrannten. „Wir waren komplett überfordert“, gestand Münchens Assistenztrainer Khee Rhee damals, sah sein Team „überrumpelt“. Mit dieser Erfahrung im Gepäck erwartet Kappenstein daher ein anders auftretendes Bayern-Ensemble, das zudem mit dem hochtalentierten, Bundesliga-erprobten Matej Rudan (20) antreten wird. „Wir rechnen mit stärkeren Bayern und wissen, dass es sehr physisch werden wird. Sie werden aus dem ersten Spiel gelernt haben, da haben wir sie auf dem falschen Fuß erwischt“, erklärt Münsters Coach.

Adam Touray wieder dabei

Ob dabei die um eine Woche verlängerte Pause – die letzte Partie der Baskets datiert vom Ostersonntag (91:71 in Coburg) – ein Fluch oder ein Segen ist, „werden wir Sonntag sehen“, wie Kappenstein meint. „Klar, nach den drei überzeugenden Siegen in der ersten Gruppenphase hatten wir ein starkes Momentum, unsere Form war richtig gut. Aber die Spiele waren auch aufreibend, die Saison ist lang und die Umstände sind für alle anstrengend. Daher glaube ich, dass es für uns gut war. Wir konnten noch einmal auftanken und dann neue Akzente setzen“, sagt Kappenstein.

Ganz bestimmt gut war die längere Zeitspanne zwischen den Begegnungen für Adam Touray. Lange musste der Center nach seinem Innenbandriss im Knie von der Bank die Taten seiner Kollegen verfolgen, nun aber ist der vor der Saison zurückgekehrte 26-Jährige wieder fit. „Körperlich ist Adam bei 100 Prozent, ihm fehlt aber natürlich der Rhythmus. Dennoch wird er uns sehr helfen, gibt uns eine Option mehr. Und bei drei Partien in einer Woche benötigen wir jeden Spieler“, sagt sein Coach, der eine große Vorfreude auf eine „geile Basketball-Woche“ verspürt.

Hanau und Bochum warten

Am Mittwoch (20 Uhr) geht es gegen die Wild Wings Hanau, am kommenden Samstag (19 Uhr) folgt dann der Abschluss der Vierergruppe beim Nordstaffel-Meister VfL SparkassenStars Bochum. „Wir wissen, dass nun die physischsten Spiele der Saison anstehen, dass es immer schwieriger wird. Man muss voll durchziehen, es gibt keine Geschenke“, mahnt Kappenstein, sagt aber auch: „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, das haben die Siege gegen Stahnsdorf und in Coburg gezeigt.“

Daran gilt es jetzt anzuknüpfen, um sich einen der beiden Plätze fürs Halbfinale zu sichern und damit die Aufstiegsträume weiter leben zu lassen. Dann kann es in der Tat eine „geile Basketball-Woche“ werden.

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