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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Die WWU Baskets kommen beim 82:68 gegen Rhöndorf erst spät auf Erfolgskurs

Münster

Die WWU Baskets Münster sind zum zweiten Mal nach 2019 Hauptrunden-Meister in der Nordstaffel der 2. Bundesliga Pro B. Der Spitzenreiter gewann gegen die Dragons Rhöndorf mit 82:68 (41:37) und feierte damit den 17. Saisonsieg im 18. Spiel. Allerdings mühte sich das Team von Trainer Björn Harmsen gegen den Aufsteiger lange, erst Jasper Günther brachte die Baskets auf Kurs.

Von Thomas Austermann und Henner Henningund

Jasper Günther schwang sich im letzten Viertel zum Matchwinner auf, als er die Baskets mit neun Punkten entscheidend voranbrachte. Am Ende gewann der Nordstaffel-Meister gegen die Dragons um Viktor Frankl-Maus (l.) mit 82:68. Foto: Jürgen Peperhowe

Mit dem zehnten Heimsieg haben sich die WWU Baskets Münster zum Hauptrunden-Meister der Nordstaffel gekrönt. Eine Woche nach der ersten Saisonniederlage in Düsseldorf gab der Pro-B-Ligist vor 850 Zuschauern eine erfolgreiche Antwort, bezwang die Dragons Rhöndorf mit 82:68 (41:37). Allerdings taten sich die Mannen von Trainer Björn Harmsen gegen den giftig spielenden Aufsteiger vom Rhein lange schwer. „Die erste Halbzeit war von uns überhaupt nicht gut. Am Ende bin ich zufrieden, weil wir in der zweiten Halbzeit viel Intensität geboten haben, Druck auf den Ball gemacht haben und die Passwege zugemacht haben“, sagte der Coach.

Dass die ersten 20 Minuten nicht nach Wunsch verlaufen sollten, war zunächst nicht zu erahnen. Es war ein furioser Start, den die Baskets da auf das Parkett in der Halle Berg Fidel zauberten. Thomas Reuter, Stefan Weß und Jasper Günther feuerten direkt einmal drei Dreier durch die Reuse (9:2, 3.), wenig später legte Weß seinen zweiten zum 14:2 und seinen dritten zum 17:8 (4.) nach. Es schien, als hätten die Münsteraner ihre erste Saisonniederlage aus der Vorwoche abgeschüttelt.

Dragons mit Offensivrebounds

Doch so ganz in beschwingten, leichten Rhythmus war der Spitzenreiter der 2. Bundesliga Pro B dann aber nicht. Die Dragons arbeiteten sich auch dank sechs Offensivrebounds in das erste Viertel – und so langsam, aber sicher an den Gastgeber heran. Paul Albrecht verkürzte zum 19:25 (10.), Ousmane Ndiaye stellte auf 32:33 und Center Marcelo Ruediger glich aus der Distanz zum 37:37 aus (18.). Münster tat sich in der Offensive schwer, nach sechs Dreier bei sieben Versuchen in Abschnitt eins fand in den zweiten zehn Minuten keiner bei erneut sieben Würfen das Ziel. So entstanden die letzten vier Zähler in Halbzeit eins auch aus Korblegern von Rijad Avdic, der zuvor nur schwer in die Begegnung gefunden hatte,

Es war kein locker-leichtes Unterfangen gegen den Tabellendrittletzten, der den Baskets mit seiner athletischen, jugendlichen Art ungemein zusetzte. Münster aber war nahm nun die Spielweise der Dragons besser an, war griffiger im Rebound, warf sich förmlich in die Zweikämpfe. Weß und Avdic (mit fünf Punkten) sorgten für ein kleines Polster (48:39, 23.), das Adam Touray mit seinen ersten beiden Zählern und Ryan Richmond direkt aufstockten (25.). Ja, es war die Harmsen-Truppe, die den besseren Neustart hatte – durchgehend überzeugend aber war auch Viertel drei nicht. Denn es folgte eine wilde Phase, erneut schafften es die Dragons, den Baskets ihren schnellen Stil aufzudrücken – und verringerten so den Rückstand auf sechs Punkte (53:59, 30.). Nur gut, dass Andrew Onwuegbuzie noch einen Dreier versenkte.

Zufrieden aber war Harmsen nicht mit der Leistung seiner Mannschaft. Konnte er auch nicht sein, dafür fanden seine Schützlinge nie die Souveränität, um frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Im Gegenteil: Nach Reuters Eingreifen beim Dreier von Nicolas Buchholz und dem folgenden Pfiff kassierte Münsters Coach nach zu heftiger Beschwerde ein technisches Foul.Rhöndorfs Topscorer nutzte diese Gelegenheit zu fünf Punkten – es war wieder eng. Erst recht, als Ndiaye zum 62:64 nachlegte (34.).

Günther mit neun Punkten

Nur gut, dass Günther passend zur Stelle war: Einmal mit Zug zum Korb, einmal aus der Ferne – machte fünf Zähler. Und da das Ganze so gut funktioniert hatte, setzte der Pointguard direkt noch einmal zum nahezu gleichen Spielchen an – machte weitere vier Punkte. So stand es 214 Sekunden vor dem Ende 74:62. Die Entscheidung war nun gefallen, die Baskets um den unermüdlich ackernden Kai Hänig brachten den zehnten Heimsieg letztlich ohne Zittern nach Hause. Um aber eine neue Erfolgsserie zu starten, bedarf es sicher einer Steigerung in den nächsten Wochen.

Punkte: Günther, Avdic (je 15/2 Dreier), Weß (14/3), Richmond, Grühn (je 10), Wezorke (5/1), Hänig (4), Onwuegbuzie (3/1), Touray (2), Pahnke (1)

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