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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Die WWU Baskets lassen sich auch von den Iserlohn Kangaroos nicht stoppen

Münster

Makellos gehen die WWU Baskets Münster in die spielfreie Woche. Der Pro-B-Ligist schickte auch die Iserlohn Kangaroos geschlagen nach Hause, mit 87:76 (54:33) gewann das Team von Trainer Björn Harmsen und festigte damit als einzige unbesiegte Truppe der Nordstaffel seine Tabellenführung.

Von Thomas Austermann und Henner Henning

Und wieder jubeln die Baskets, die auch gegen Iserlohn gewannen. Der neunte Sieg im neunten Spiel. Foto: Jürgen Peperhowe

Die WWU Baskets Münster bekommen einfach nicht genug, sind weiter unersättlich. Auch seinen neunten Auftritt der Saison gewann der Pro-B-Ligist, setzte sich diesmal vor 1800 Zuschauern (Saisonrekord) gegen die Iserlohn Kangaroos mit 87:76 (54:33) durch. Eine stolze Serie, um die das Team von Trainer Björn Harmsen aber nach einer schwachen Phase im dritten Viertel am Ende doch noch einmal richtig kämpfen musste. „Es war aufregend für mich, hat aber richtig Spaß gemacht. Die Fans sind unglaublich“, sagte Neuzugang Rijad Avdic, der seine Premiere am Berg Fidel feierte und dabei auf elf Punkte kam.

Tempo-Basketball mit einer guten Trefferquote boten die Baskets in der ersten Hälfte an, setzten sich nach dem ausgeglichenen Start gegen bis dahin ebenfalls treffsichere Iserlohner ab dem 18:16 erstmals ab. Doch den Zwischenspurt auf 25:16 mit Punkten von Helge Wezorke, Ryan Richmond und Andrew Onwuegbuzie konterte der Gast umgehend – 25:24 (10.). Das letzte Wort im ersten Abschnitt hatte Richmond, der damit Münsters ganz heiße Minuten einleitete.

Weß mit vier Dreiern

Was der Gastgeber in Abschnitt zwei zeigte, war nahe an der Perfektion. Offensiv fielen die Würfen im Sekundentakt, defensiv zog Münster mit seiner Intensität den Kangaroos, die in den zweiten zehn Minuten nur auf neun Zähler kamen, den Zahn. Stefan Weß glänzte bis zur Pause mit hundertprozentiger Dreierquote (4/4), Richmond versenkte fünf von sieben Versuchen aus dem Feld. Und von der Freiwurflinie blieben die Baskets makellos. So ging es mit einem beachtlichen wie beruhigenden Vorsprung in die Pause, in der es emotional wurde.

Für Ex-Coach Philipp Kappenstein, den langjährigen Kapitän Jan König und Dauerbrenner Andrej König, die allesamt im Sommer ihre Zeit bei den Baskets beendeten, erhielten einen großen, würdigen und stimmungsvollen Abschied vor voller Halle – ein Gänsehautmoment, den das Trio für all seine Leistungen verdient hatte. Die Trikots mit der Nummer 5 (Jan König) und Nummer 9 (Andrej König) sowie ein symbolisches Shirt mit dem Trainernamen hängen nun unter der Hallendecke.

24 Punkte Vorsprung

Auf dem Feld schien nach dem Dreier von Thomas Reuter die Partie nur in eine Richtung zu gehen, das 57:33 war die höchste Führung. Denn Iserlohn muckte auf, machte Druck – und verkürzte sukzessive den Rückstand, auch weil Münster offensiv etwas zu statisch agierte und die Würfe – oft aus Einzelaktionen resultierend – nicht mehr traf. Besonders Iserlohns Moritz Hübner und Center Alexander Möller taten dem Hausherrn nun weh, bis auf 56:67 kamen die Sauerländer heran. „Iserlohn ist eine größere Mannschaft als wir, die uns mit der Physis Probleme bereitete“, sagte Harmsen, der sein Team auf einmal in echter Not sah. Erst sorgte Spielmacher Toni Prostran im Publikum mit seinem 68:73 für Zittern, das dann Hübner mit dem 70:73 vergrößerte. Drei, nur noch drei Zähler Vorsprung – Münster wackelte. „Das Spiel hätte richtig kippen können. Aber wir haben dann die richtigen Stopps bekommen und konnten so Fastbreaks laufen“, erklärte Harmsen. Wie Adam Touray, der den Ball erst selbst eroberte und nach Richmond-Assists im Korb unterbrachte, nachdem zuvor der Kanadier und Weß je zwei Freiwürfe verwandelt hatten. Und Touray legte per krachendem Dunking nach, Jasper Günther erhöhte – 83:70, das Ding war geritzt (38.). Der Rest war Schaulaufen unter dem begeisternden Jubel der Fans, die die letzten 60 Sekunden stehend verbrachten. Münster feierte einmal mehr, ist weiter der makellose Pro-B-Primus und verabschiedet sich zufrieden in die kurze Ligapause mit einem spielfreien Wochenende.

Punkte: Richmond (20), Weß (19/4 Dreier), Touray (15), Avdic (11), Günther (8), Reuter (5/1), Wezorke (4), Onwuegbuzie (3/1), Pahnke (2)

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