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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Meilenstein gegen Hanau: Weß wirft seinen 1000. Punkt für die Baskets

Münster

Ein Hauch von Catenaccio wehte am Samstagabend durch die Sporthalle Berg Fidel. Mit der italienischen Defensivtaktik verglich Baskets-Coach Björn Harmsen die konsequente Verteidigung der White Wings Hanau im ersten Playoff-Achtelfinale, mit der sein Team so seine Probleme hatte. Mit steigender Wurfquote aber entschied der Favorit die Partie für sich, Stefan Weß setzte dabei kurz vor Ende einen Meilenstein.

Von Henner Henning

Die WWU Baskets legten im ersten Achtelfinale vor, in dem Stefan Weß (l.) 16 Punkte erzielte und damit nun auf 1000 Zähler für Münster in der Pro B kommt. Foto: Jürgen Peperhowe

Eine gute Minute war noch zu spielen, und die endgültige Entscheidung im ersten Playoff-Achtelfinale war noch nicht gefallen, als Stefan Weß den Ball in die Hände bekam. Ein kurzer Blick, ein präziser Wurf – und der Dreier saß 63 Sekunden vor der Schlusssirene. Es waren besondere Punkte für den 27-jährigen gebürtigen Münsteraner, der damit beim 81:72-Erfolg der WWU Baskets gegen die White Wings Hanau nicht nur für Entspannung gesorgt, sondern ganz nebenbei auch einen Meilenstein gesetzt hatte. Es waren seine Punkte 998, 999 und 1000 für die Baskets in der 2. Bundesliga Pro B.

Der 2,03 Meter große Small Forward ist seit 2017 zurück in Münster, zählt seitdem zu den Gesichtern der Mannschaft, zu den Leistungsträgern. Auch am Samstag kam Weß eine wichtige Rolle zu, mit 16 Zählern hatte er großen Anteil an dem Auftaktsieg, bei dem sich sein Team aber lange mühte gegen hartnäckige, taktisch disziplinierte Hessen. Die White Wings bauten sich rund um ihren Korb zu einer „großen Wand“ auf, Coach Björn Harmsen fühlte sich an „an den italienischen Fußball vor zehn Jahren“ erinnert. „Sie haben sie einfach nur hinten reingestellt mit ihrer Größe“, meinte der 39-Jährige nicht ohne Respekt. So kam sein Team kaum zu brettnahen Aktionen – und da aus der Distanz die Würfe nicht fallen wollten, begann das „kollektive Zittern“ bei dem Favoriten nicht nur in diesem Playoff-Duell. „Irgendwann kannst du defensiv verteidigen, wie du willst. Wenn vorne gar nichts fällt, geht irgendwann die Frustration los.“

Endlich wieder Playoff-Stimmung: Sehr zur Freude von Coach Björn Harmsen (l.) und Rijad Avdic (mitte). Foto: Jürgen Peperhowe

Reuter: „Haben einen Weg gefunden“

Doch es ist auch eine Frage der Qualität und des Glaubens an die eigene Stärke, nach vier von 26 Dreiern – die Quote von 15 Prozent nannte Kapitän Thomas Reuter „unterirdisch“ – nicht zu verzweifeln und einfach weiterzumachen. „Das Gute daran ist, dass wir trotzdem einen Weg gefunden haben, das Spiel zu gewinnen“, erklärte Reuter. Oder wie es Spielmacher Jasper Günther, mit 20 Punkten Topscorer, formulierte: „Man darf einfach nicht den Kopf in den Sand stecken. Wir müssen am Ball bleiben, dann wissen wir, was wir können.“

Günther: „Sind bereit für jeden Test“

Ein Anfang ist also gemacht in der finalen Phase der Saison 2021/22, ein nächster – dann direkt ins Viertelfinale – soll am Samstag (19 Uhr) folgen. Wie schwer es in Hanau jedoch werden kann, haben die Baskets vor 2075 Zuschauern am Berg Fidel gespürt. Dementsprechend groß sind Respekt und Aufmerksamkeit vor Spiel zwei der Best-of-three-Serie. „Die Hanauer sind clevere Burschen, haben starke Körper, sind jung. Da wird es auf jeden Fall nicht einfach“, meinte Günther, schob aber mit dem Vertrauen der bisherigen Saison hinterher. „Wir sind bereit für jeden Test.“

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