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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Sieg der WWU Baskets gegen Wedel war nicht schön, aber wichtig

Münster

Die ART Giants Düsseldorf lösten ihre Pflichtaufgabe in Hamburg, die RheinStars Köln überraschten beim Spitzenreiter Bochum. Da war es ungemein wichtig, dass die WWU Baskets Münster ebenfalls erfolgreich waren und sich gegen den SC Rist Wedel durchbissen. Nicht schön, aber egal. Sieg ist Sieg – und der war im Kampf um die besten Hauptrunden-Plätze immens wichtig.

Henner Henning

Jasper Günther (r.), der sich mit Leif Möller packende Duelle lieferte, hatte großen Anteil am Baskets-Sieg gegen Wedel. Foto: Jürgen Peperhowe

Wenige Minuten nachdem die WWU Baskets Münster ihre Arbeit verrichtetet hatten, machte schon ein Zwischenstand aus der Partie zwischen Bochum und Köln die Runde: Die Rheinländer führten bei dem Pro-B-Spitzenreiter und fügten ihm später auch die dritte Niederlage bei. Und da auch die Düsseldorfer Giants als ein Verfolger der Baskets erfolgreich waren, war der 88:83-Sieg gegen den SC Rist Wedel in dem dicht gedrängten Feld für Münster von besonderer Bedeutung. „Ein schönes Spiel war es nicht, aber das ist egal. Wichtig war der Sieg, am Ende der Saison fragt nach dem Wie keiner mehr“, sagte Trainer Philipp Kappenstein.

Nach der klaren Niederlage in Köln hatte der 41-Jährige ein zähes Unterfangen erwartet – seine Ahnung bestätigte sich. Wedel, auswärts sieglos und Tabellenvorletzter, setzte dem Gastgeber zu, nervte und störte mit seiner aggressiven Verteidigung Münsters Ballvorträger. „Wir haben uns darauf eingestellt, dass Wedel unangenehm zu spielen ist“, sagte Jasper Günther, der mit 22 Punkten Topscorer und am Ende mit seinen beherzten Abschlüssen Matchwinner war. Aber auch ihm unterliefen vier Turnover, insgesamt notierten die Statistiker 24 für die Baskets. „Indiskutabel und nicht tolerierbar. Damit haben wir uns das Leben schwer gemacht“, so Kappenstein.

Münster hat die Lufthoheit

Nur gut aber, dass Münster die Lufthoheit hatte, schnappten sich unter den Körben 50 Abpraller – Wedel dagegen nur 36. So glichen die Baskets ihre diesmal nicht überzeugende Wurfquote von 43 Prozent aus dem Feld wieder aus. „50 Rebounds sind ein starker Wert, besonders am offensiven Brett waren wir dominant. Defensiv haben wir aber mit elf Rebounds zu viele kassiert“, analysierte Kappenstein, der mit der herausragenden Freiwurfbilanz von 85 Prozent einen zweiten entscheidenden Faktor – Günther und Stefan Weß trafen etwa in der hektischen Schlussphase von der Linie – ausmachte.

Am Sonntag kommt das nächste Kellerkind an den Berg Fidel. Wie Wedel ist Lok Bernau auswärts sieglos und steht als Drittletzter mit dem Rücken zur Wand. Nur gut, dass die Baskets gegen den SC erlebt haben, wie unangenehm so ein Gegner ist.

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