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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Spitzenreiter WWU Baskets empfängt ART Giants Düsseldorf

Münster

Die WWU Baskets stehen vor zwei Duellen mit Mannschaften aus dem Tabellenmittelfeld der 2 Bundesliga Pro B. Angst, seine Schützlinge könnten im Vorhinein die Bodenhaftung verlieren angesichts einer bislang überragenden Saison-Performance, hat Coach Björn Harmsen nicht.

Von Niklas Groß

Noch gerade so rechtzeitig wieder fit: Adam Touray hat seine Ellenbogenverletzung kuriert und stieg am Donnerstagabend wieder ins Training ein. Der Center wird gegen Düsseldorf spielen. Foto: Jürgen Peperhowe

Ein Blick auf die Tabelle lässt keinen anderen Schluss zu: Die WWU Baskets sind das Maß aller Dinge in der 2. Bundesliga Pro B. Sie haben sowohl die meisten Siege eingefahren, als auch die meisten Punkte erzielt und die wenigsten kassiert. Birgt das die Gefahr, dass die Akteure auch abseits der Platte abheben, die kommenden Gegner aus dem Tabellenmittelfeld zu leicht nehmen? Headcoach Björn Harmsen macht sich um die Einstellung seiner Schützlinge überhaupt keine Sorgen. Das hat gleich mehrere gute Gründe.

Zum einen erzielten die Baskets insbesondere die letzten beiden Punktspiel-Erfolge nicht etwa im Vorbeigehen, sondern mussten sich die Siege gegen die BSW Sixers (79:71) und die SBB Baskets Wolmirstedt (97:83) hart erkämpfen. Das erdet.

Personell eine Woche zum Vergessen

Des Weiteren sieht Harmsen auch abseits knapper Ergebnisse noch eine Menge Verbesserungspotenzial bei den Seinen. „Offensiv läuft der Ball noch nicht so flüssig – defensiv müssen wir physischer spielen“, sagt der Coach. „In Wolmirstedt haben wir lange gebraucht, ehe wir unserem Gegner auch körperlich etwas entgegengesetzt haben.“

Und dann liegt – was das Personaltableau anbelangt – eine Woche zum Vergessen hinter den Baskets. Allen voran schlägt die Verletzung von Cosmo Grühn ins Kontor. Am Donnerstagabend bestätigten sich hier die schlimmsten Befürchtungen: Der Daumen ist gebrochen, Grühn wird in diesem Jahr kein Spiel mehr bestreiten können. Er gesellt sich damit zum Langzeitverletzten Kai Hänig (Fußbruch). Immerhin werden Adam Touray und Joshua Sievers rechtzeitig zum Wochenende wieder einsatzbereit sein: Touray trainierte am Donnerstag erstmals in dieser Woche nach ausgestandener Ellenbogenverletzung, Sievers – umgeknickt – stieg am Freitag wieder in den Übungsbetrieb ein. „Dafür, dass wir zwischenzeitlich auch auf Jasper Günther verzichten mussten, haben wir es gut gemacht“, fasst Trainer Harmsen die Personaldebatte zusammen – und ist auch für das Duell mit den ART Giants Düsseldorf am Samstagabend (19.30 Uhr, Berg Fidel) optimistisch.

Derbys kennen keinen klaren Favoriten

In einer klaren Favoritenrolle sieht er sein Team gleichwohl nicht. Sowohl Düsseldorf als auch den darauffolgenden Kontrahenten Schwelm erwartet Harmsen im Saisonverlauf noch weiter oben, zudem gehen beide Matches als Derbys durch und laufen unter dem berüchtigten „eigenen Gesetz“. „Derbys sind das, wovon der Sport lebt. Es ist toll, wenn man solche Duelle spielen darf“, sagt Harmsen, der selbst in sein erstes Duell mit Düsseldorf geht. „Ich kenne aber den Hintergrund. Die Emotionen werden dann auch bei mir sicher im Spiel kommen“, sagt der Headcoach. Die Giants verfügen über eine gute Raumaufteilung und lassen den Ball gut laufen, wenn man es denn erlaubt, sagt er. „Wir dürfen sie nicht in einen Fluss kommen lassen“, mahnt Harmsen und hat es vor allem auf die Top-Scorer Booker Coplin und Andrius Mikutis abgesehen. „Die beiden müssen wir kontrollieren. Und zudem bei den Rebounds da sein. Wir dürfen den Düsseldorfern nicht viele Zweitchancen anbieten.“

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