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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Was für Zahlenfreunde – WWU Baskets defensiv und offensiv spitze

Münster

Wer hat die meisten Punkte erzielt? Wer schnappt sich die meisten Rebounds? Und wer traf überhaupt besser als die WWU Baskets Münster, die in der Hauptrunde nicht nur das beste Offensiv, sondern auch das stärkste Defensivteam waren? Die Statistiken der 2. Bundesliga Pro B geben Aufschluss und liefern interessante Fakten.

Von Henner Henning

Bester Scorer und bester Passgeber: Ryan Richmond Foto: Jürgen Peperhowe

Mit 21 Siegen und nur einer Niederlage haben die WWU Baskets Münster den Rekord in der 2. Bundesliga Pro B egalisiert. Einzig Bayer Leverkusen hatte in der Saison 2018/19 die Hauptrunde mit eben diesem Ergebnis beendet – und feierte ein paar Wochen später erst den Aufstieg und dann den Pro-B-Titel mit den Finalsiegen gegen die Baskets, die damals auf den Sprung in die Zweitklassigkeit verzichtet hatten.

Diesmal aber sind die Voraussetzungen andere, Münster ist bereit für die Pro A. Fehlt noch die sportliche Qualifikation. Die Qualität dazu hat die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen, wie die Statistiken aus der Hauptrunde belegen. Einige kleine Zahlenspielereien:

1964 Punkte erzielte der Nordmeister, machte 89,3 pro Spiel. Damit stellte Münster die beste Offensive – und da auch die Defensive mit kassierten 1632 Zählern (74,2 im Schnitt) die effektivste der Liga war, ist die Dominanz der Baskets leicht zu erklären.

Avdic nervenstark an der Linie

Aus dem Feld hatten die Baskets eine Erfolgsquote von 46,2 Prozent, nur die SBB Baskets Wolmirstedt waren zielsicherer (47,5 Prozent). Dabei fanden aus der Nah- und Mitteldistanz 54,2 Prozent der Würfe den Weg durch die Reuse (Platz vier, Bestwert Iserlohn mit 56,7 Prozent), von jenseits der Dreierlinie lag die Quote bei 35,3 Prozent – nur Wolmirstedt traf hier hochprozentiger (36,3).

Einen Spitzenwert erzielten die Harmsen-Schützlinge auch von der Freiwurflinie, 73,8 Prozent bedeuten Rang zwei hinter den BSW Sixers (75,5). Bester Münsteraner war hier Nachverpflichtung Rijad Avdic (88,4), auch Stefan Weß (84,2), Cosmo Grühn (83,3) sowie Helge Wezorke (80) weisen sehr gute Zahlen auf – ein Faustpfand, wenn es in den Playoffs in der Endphase vermehrt an die Linie geht.

Richmond Topscorer und bester Passgeber

Als Top-Scorer der Baskets kristallisierte sich Ryan Richmond heraus. Der Kanadier kam in der Hauptrunde auf 384 Zähler und war mit einem Schnitt von 17,5 ligaweit der zehntbeste Werfer. Ebenfalls im zweistelligen Bereich pro Partie punkteten Jasper Günther (12,6), Weß und Avdic (je 11,7), Grühn (11,5) und der derzeit noch verletzte Center Adam Touray (10,6). Sie alle liegen mit diesen Zahlen in den Top 40 der Nordstaffel.

Nicht nur als verlässlicher Punktelieferant hat sich Richmond einen Platz unter den besten zehn erarbeitet, auch als Passgeber (5,5 pro Spiel, Rang sieben) gehörte er zur Spitze. Günther steuerte pro Partie 4,1 Assists (Platz 13) bei. Bei den Rebounds war Avdic einer der effektivsten Abgreifer, 7,1 Abpraller griff sich der Bosnier pro Partie und nimmt damit den zehnten Platz in der Statistik ein. Intern folgen dahinter Touray (6,1), der mit 1,6 Blocks den besten Baskets- sowie den viertbesten Nordstaffel-Wert hat, sowie Richmond und Weß (5,4). Als Team führen die Baskets mit 888 Rebounds das Ranking an – wie auch bei den Ballverlusten, mit nur 284 leistete sich Münster die wenigsten Turnover.

Weß mit 26:01 Minuten im Schnitt

Mit Richmond, Weß, Wezorke, Andrew Onwuegbuzie und Oliver Pahnke war ein Quintett in allen 22 Partien der Hauptrunde dabei. Kapitän Thomas Reuter fehlte nur beim abschließenden 74:66 in Bernau, Günther musste zweimal passen. So kommen Richmond (657:41 Minuten, 29:53 im Schnitt) und Weß (572:28, 26:01) auch auf die meiste NettoSpielzeit, im Schnitt folgen Grühn (22:38), Avdic (22:36) und Günther (22:31). Bis auf die Youngster Joshua Sievers (6:51 Minuten bei vier Einsätzen) und Paul Viefhues (2:43/4) stand der komplette Harmsen-Kader mindestens zwölf Minuten im Schnitt auf dem Parkett.

Auch außersportlich haben die Baskets wieder einen Bestwert gesetzt: 1281 Zuschauer pro Spiel sind einmal mehr Liga-Spitze. Und diese Zahl dürfte sich in den Playoffs ab Samstag (19.30 Uhr), wenn das erste von drei möglichen Achtelfinals gegen die White Wings Hanau steigt, noch erhöhen. Nach der aktuellen Corona-Verordnung sind wieder 3000 Besucher in der Halle Berg Fidel erlaubt.

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