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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

White Wings Hanau nach furiosem Endspurt Gast der WWU Baskets

Münster

Die WWU Baskets Münster treffen am Samstag auf die White Wings Hanau. Dass die Hessen überhaupt noch in der ersten Runde der Playoffs vertreten sind, ist eine Überraschung. Nach einem Trainerwechsel Anfang des Monats zog das Team einen brillanten Endspurt an.

Von Henner Henning

Reist mit Hanau an: Dewrell „JD“ Tisdale Foto: Imago/Patrick Schreiber

Der 7. März war ein ernüchternder Tag für die White Wings Hanau. Die Hessen, am Samstag (19.30 Uhr) Gegner der WWU Baskets Münster im Playoff-Achtelfinale, hatten mit 69:83 in Erfurt verloren. Die Abstiegsrunde war näher denn je, die Hoffnung auf eine Qualifikation für die K.o.-Spiele minimal. Um sich für „die wahrscheinlich anstehenden Playdowns zu wappnen“, bediente sich der Club der üblichen Mechanismen, entschied sich für die Trennung von Coach Kamil Piechucki und installierte Co-Trainer Marti Zamora als Chef.

Eine Entscheidung, die offenbar neue Kräfte und einen neuen Glauben freisetzte. Mit überraschenden Siegen gegen den Tabellenzweiten Koblenz (76:68) sowie bei den viertplatzierten Ulmern (86:83) erzwang Hanau ein echtes Endspiel um die Playoff-Teilnahme, das die White Wings in letzter Sekunde mit 76:74 gegen die Gießen 46ers Rackelos gewannen. Niklas Krause war der Held und entfachte mit seinem Buzzerbeater in Hanau eine kleine Euphorie.

Schon mal in Münster verloren

Wie im Vorjahr gehören die White Wings also wieder zum Kreis der 16 besten Pro-B-Teams, damals endete die Reise im coronabedingt veränderten Playoff-Modus in der zweiten Gruppenphase – auch wegen der 75:85-Niederlage in Münster. Doch beim Wiedersehen mit den Hanauern wird es ein neues Kennenlernen geben, der Kader hat sich grundlegend verändert. Till-Joscha Jönke, Omari Knox, Eduard Arques, Malik Kudic oder Justus Peuser wanderten weiter, geblieben sind einzig Power Forward Matthias Fichtner (23 Jahre) und Nachwuchskraft Jonas Stegner.

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„Unser Ziel war es, fünf bis sechs Spieler aus dem letztjährigen Team zu halten. Leider ist das nicht umsetzbar“, bedauert Geschäftsführer Sebastian Lübeck damals.

So gingen die White Wings mit einem jungen Aufgebot (Durchschnittsalter 21,67) in die Saison, in der sich der Amerikaner Dewrell „JD“ Tisdale zur Führungskraft aufschwang. Der 28-jährige Teamsenior ist Dreh- und Angelpunkt, kommt pro Partie auf 17,9 Zähler. Erfahrungen bringt zudem der nachverpflichtete Center Daniel Loh (27) ein.

Björn Harmsen

Als eine „sehr strukturiert spielende Mannschaft“ bewertete Münsters Trainer Björn Harmsen den Gegner, den er mit breiter Brust in der Halle Berg Fidel erwartet. „Das Selbstvertrauen wird groß sein, Hanau hat ja fast das Unmögliche noch möglich gemacht“, sagt er mit Blick auf den furiosen Endspurt der White Wings. Und der wird den Baskets Warnung genug sein.

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