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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

WWU Baskets bauen in Ulm auf die eigene Stärke

Münster

Niedergeschlagen? Keine Spur. Verunsichert? Von wegen. Siegessicher? Klar, warum nicht. Vor dem Viertelfinalrückspiel im der 2. Bundesliga Pro B wissen die WWU Baskets um die jüngste Niederlage, haben aber auch die 23 Siege zuvor nicht vergessen.

Von Ansgar Griebel

Auch Ryan Richards hat deutlich mehr drauf, als er am vergangenen Samstag im Hinspiel gegen Ulm zeigte, am Freitagabend will der US-Amerikaner wieder sein Premium-Händchen beweisen. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Sonntag ist der 1. Mai, Tag der Arbeit und Feiertag – und so wollen es die WWU Baskets auch halten, in exakt dieser Reihenfolge: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Allerdings bedarf es für eine außerplanmäßige Arbeitserlaubnis am Feiertag einer kleinen, nicht ganz einfachen Vorleistung an diesem Freitagabend. Ab 18 Uhr wollen die Baskets in der Sporthalle des Orange-Campus zu Ulm das Beste aus der best-of-three-Serie im Viertelfinale um Meisterschaft in und Aufstieg aus der 2. Bundesliga pro B machen. Ein Sieg ist Pflicht, Spiel drei am Berg Fidel dann am Feiertag der Arbeit.

Den Donnerstag verbrachte das Team um Trainer Björn Harmsen zum größten Teil auf diversen Bundesautobahnen südwärts. Die Stimmung im Bus? Entspannt. Die Nervosität des Trainers? Im Rahmen. Die Zuversicht im Team? Groß. Die ebenso überraschende wie deutliche Hinspielniederlage hat das Team nicht kalt gelassen, hat es beeindruckt und genervt – aber nicht wirklich verunsichert. „Das passiert nicht in einem Team, das so viele Spiele gewonnen hat“, sagt der Trainer. Er braucht keine Psychotricks, um seiner Mannschaft Selbstvertrauen einzuimpfen, im Zweifel reicht ein zuverlässiges Kurzzeitgedächtnis. „Am letzten Samstag haben wir zum zweiten Mal in der laufenden Spielzeit eine Partie verloren, 23 von 25 Spielen haben wir gewonnen.“

Schlüssel liegt im eigenen Team

Folgerichtig liegt das Geheimnis dieser 55:70-Schlappe genau da verborgen, wo die Baskets auch den Schlüssel zu ihren zahlreichen Erfolgen aufbewahren: Im eigenen Team. „Ja, Ulm hat stark gespielt, ist ein starkes Team“, sagt Harms, über die Qualitäten der eigenen Mannschaft allerdings muss auch nicht gerätselt werden. Am vergangenen Samstag war niemand mit der eigenen Leistung zufrieden, jetzt ist kollektive Wiedergutmachung angesagt.

Elf Spieler saßen am Donnerstag entspannt im Bus, elf Spieler sind fest entschlossen, am Samstag entspannt zurückzufahren – mit Spiel drei am Sonntag vor der dann wieder breiten Brust. Center Kai Hänig soll den Luftraum unter den Körben besetzen, Thomas Reuter und Adam Touray sind nach ihrem Comeback in der vergangenen Woche wieder ein Spiel näher an ihrer Topform – und der Rest der Mannschaft ist kochend heiß auf eine Wiedergutmachung. „Wir bereiten uns seit August vor, wir spielen seit September, keiner von uns will im April diese Saison beenden“, so die klare Ansage des Trainers.

Auch weil Harmsen den Mai gemeinsam mit seinem direkten Nachbarn in Münster erfolgreich gestalten will. „Neben mir wohnt Thorben Deters, wir haben besten Kontakt, und natürlich drücke ich den Preußen die Daumen.“ Auch die müssen am Freitagabend ihre Pflicht erfüllen, um im Wonnemonat die Saison zum bestmöglichen Ende zu bringen. In der Grobplanung von Björn Hansen klingt das so: „Den Mai spielen wir noch parallel und den Juni feiern wir dann gemeinsam durch.“

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