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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

WWU Baskets machen es spannend

Münster

Hauptsache gewonnen: Die WWU Baskets haben den ersten von drei Schritten Richtung Halbfinale gemacht und die Nachwuchsgarde des FC Bayern München mit 80:76 bezwungen. Dabei gab es gleich zwei gute Nachrichten.

Thomas Austermann und Henner Henning

Thomas Reuter zieht in einer intensiven Partie zum Korb Foto: Jürgen Peperhowe

Die WWU Baskets Münster sind erfolgreich in die zweite Playoff-Phase gestartet. Der Pro-B-Ligist gewann gegen den FC Bayern München II mit 80:76 (37:30) und verschaffte sich damit eine gute Ausgangslage in seiner Vierergruppe. Souverän aber war der Sieg nicht, am Ende musste das Team von Trainer Philipp Kappenstein mächtig bibbern. „Wir haben es unnötig spannend gemacht, hätten früher das Spiel entscheiden müssen. Aber im vierten Viertel haben wir zu viele Fehler gemacht und den Ball zu schlecht bewegt“, sagte der Coach.

Drei Wochen Pause lagen hinter den Baskets, die zuvor so souverän durch die erste Gruppenphase marschiert waren. Und diese Auszeit spürte man den Münsteranern an, die ihren Rhythmus offensiv suchten – und zunächst nur schwer fanden. Erst nach dem 13:8 durch Marck Coffin nahm das Baskets-Spiel etwas Schwung auf, auch wenn die Treffsicherheit aus der Distanz – im ersten Viertel glückte dem Gastgeber in vier Versuchen kein Dreier – fehlte. Da aber neun von neun Freiwürfen in den Korb saßen, waren die Baskets mit 19:8 enteilt.

Bayern bleiben dran und ziehen vorbei

Mehr als eine Momentaufnahme aber war das nicht, die Bayern blieben unbeeindruckt und antworteten in Person von Moritz Noeres. Mit zwei Dreiern und zwei Freiwürfen führte er den FCB noch vor der ersten Pause heran, Matej Rudan aus der Distanz glich nach zehn Sekunden im zweiten Abschnitt aus (19:19). Und es kam noch ärger für weiter ruckelig agierenden Baskets, die nach 15 Minuten 24:27 im Hintertreffen lagen.

Nur gut, dass Coffin umgehend die Dreier-Flaute beendete und auch den dazugehörenden Freiwurf traf – 28:27, ein wichtiger Moment in dem umkämpften Spiel. Es lief nun wieder runder, es kam mehr Spielfluss wie etwa bei der Kombination über Oliver Pahnke und Jan König, die Cosmo Grühn zum 33:30 abschloss. Kapitän König beendete auch Durchgang eins, sein Dreier bedeuteten sieben Punkte Vorsprung.

Coffin startet Zwischenspurt

Immerhin, ein beruhigendes Polster sieht aber anders aus. Denn München war weiter gallig, extrem griffig in der Defensive und zog nach 37 Sekunden in Halbzeit zwei schon drei Fouls gegen die Baskets. Junge, Junge, das war intensiver Playoff-Basketball. Nicht immer hochklassig, aber spannend und packend. Geschenke, so Kappenstein im Vorfeld, gebe es keine mehr. Und so war es, jeden einzelnen Zähler mussten sich die beiden Teams hart erarbeiteten. Die Baskets taten dies etwas erfolgreicher, setzten sich Jasper Günthers Drei-Punkt-Spiel auf 48:37 ab und waren 57 Sekunden vor Ende des dritten Viertels mit 67:53 vorne.

Sanftes Ruhekissen verdampft

Mit verdoppeltem Vorsprung ging es in die letzten zehn Minuten. Das sollte doch Ruhe geben. Pustekuchen, 3:40 Minuten und zwei unstrukturierten Angriffen später wurde Kappenstein an der Seitenlinie richtig laut, stauchte sein Team beim 69:60 mal so richtig zusammen. Es folgte ein 5:0-Lauf, nach dem anschließenden 0:5-Run aber musste der Coach die nächste Auszeit nehmen. Es blieb kribbelig, sicher konnten sich die Baskets nicht sein. Schon gar nicht nach Rudans 70:76, das Drei-Punkt-Spiel von Michael Rataj verlieh den Bayern 31 Sekunden vor Schluss endgültig den Glauben an die finale Wende. Münster machte es sich selber schwer, vergab in der Offensive und stand so nun in der unnötigen Zitterpartie unter Druck, den Malcolm Delpeche mit dem 80:76 endgültig nahm. Puh, durchatmen.

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