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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

WWU Baskets ohne Touray in den knackigen Endspurt

Münster

Der ungefährdete, aber wenig glanzvolle Sieg gegen Schlusslicht ETV Hamburg – abgehakt und verbucht. Der neunte Heimsieg im neunten Heimspiel sowie der vierte Erfolg in Serie war eingeplant und rückte nach den 40 Minuten etwas aus dem Mittelpunkt. Der Grund: die Knieverletzung von Adam Touray, der den WWU Baskets im Hauptrunden-Endspurt der 2. Bundesliga Pro B fehlen wird.

Henner Henning

Spektakulär stopfte Adam Touray im ersten Viertel den Ball gegen Hamburgs Vidmantas Uzkuraitis durch die Reuse. Foto: Jürgen Peperhowe

Mit dem Spiel seiner Mannschaft gegen ETV Hamburg wollte sich Trainer Philipp Kappenstein gar nicht lange aufhalten. Er wusste, dass sich der Auftritt seiner WWU Baskets Münster gegen das Schlusslicht nicht ins Gedächtnis eingebrannt hatte, dass beim 93:72-Erfolg nicht alles gut war. „Uns hat ein bisschen das Feuer gefehlt, wir haben uns defensiv insgesamt etwas unclever angestellt. Dadurch haben wir uns das Leben selbst etwas schwerer gemacht. Aber der Sieg war ungefährdet, wir haben unseren Job gemacht“, sagte Kappenstein und beendete damit schon seine Analyse. Vielmehr als um den neunten Heimerfolg, mit dem der Pro-B-Ligist am Berg Fidel weiter ungeschlagen bleibt, drehten sich die Gedanken des 41-Jährigen um Adam Touray, der sich im dritten Viertel am Knie verletzte.

Abaker mit kleiner Geste

Das lädierte Bein auf einen Stuhl gelegt und mit einem Eisbeutel versehen, verfolgte der 2,06 Meter große Center die letzten Minuten der Partie. Er wirkte niedergeschlagen. Mit der Schlusssirene kamen seine Teamkollegen zu ihm, erkundigten sich, sprachen ihm Trost und Mut zu. Und auch Hamburgs Abdulai ­Abaker, der im Zweikampf Münsters Marck Coffin so gestoßen hatte, dass dieser unglücklich in Touray fiel, entschuldigte sich nach Spielende bei dem 26-Jährigen, der nach seiner Rückkehr nach Münster im vergangenen Herbst der Pechvogel der Baskets bleibt. Nach zwei Bänderverletzungen im Sprunggelenk und kurzen Pausen erwischte es Touray also nun am Knie, zumindest die Kreuzbänder scheinen nicht gerissen zu sein. „Seine neue Verletzung ist echt bitter und super frus­trierend für Adam. Für ihn tut es mir extrem leid“, sagte Kappenstein.

Kappenstein: „Es kracht noch einmal“

Der aus Ludwigsburg zurückgekehrte Münsteraner, der zuletzt aufsteigende Form und merklich mehr Selbstvertrauen hatte, wird den Baskets auf alle Fälle zunächst fehlen. Eine Schwächung vor den fünf letzten Hauptrundenpartien, „in denen es noch einmal richtig kracht“. Erst geht es für den Tabellenzweiten am Samstag zu den Iserlohn Kangaroos (Kappenstein: „Ein Schlüsselspiel“), dann folgen die beiden Vergleiche mit dem auf Rang vier lauernden Verfolger BSW Sixers, der in eigener Halle ebenfalls noch ungeschlagen ist. Vor dem Abschluss in Stahnsdorf bei den TKS 49ers kommt mit den SparkassenStars Bochum der Spitzenreiter zum Top-Duell an den Berg Fidel.

Ein heftiges Programm, bei dem neben Touray eventuell auch Helge Baues (Ellbogenverletzung) – er musste schon gegen Hamburg zuschauen – nicht zur Verfügung stehen wird. „Es hilft ja nichts, da müssen wir durch. Wir wollen den zweiten Platz verteidigen, dafür müssen wir in diesen Partien abliefern“, erklärt Kappenstein.

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