1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Basketball
  6. >
  7. WWU Baskets schlagen Hanau, sind aber noch nicht im Playoff-Halbfinale

  8. >

Basketball: 2. Bundesliga Pro B

WWU Baskets schlagen Hanau, sind aber noch nicht im Playoff-Halbfinale

Münster

Die WWU Baskets Münster mussten sich mühen im zweiten Spiel der zweiten Playoff-Runde. Nach dem 85:75 gegen die Wild Wings Hanau hat das Team die volle Ausbeute auf dem Konto. Sicher im Halbfinale ist es damit jedoch noch nicht.

Thomas Austermann und Henner Henning

Harte Arbeit unter dem Korb: Malcolm Delpeche gegen Hanaus Matthias Fichtner (r.) Foto: Jürgen Peperhowe

Playoffs sind harte Arbeit: Mit dem 85:75 (43:35) über die White Wings Hanau besorgten sich die WWU Baskets Münster nach einem umkämpften Duell den zweiten Sieg im zweiten Spiel der zweiten Finalrunde. Vorentschieden ist damit im Aufstiegsrennen in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B noch nichts. Denn durch den Sieg des FC Bayern München II über die SparkassenStars Bochum haben noch alle vier Mannschaften die Chance aufs Halbfinale. „Ich bin zufrieden mit der Leistung, wir haben uns im Vergleich zum Spiel gegen die Bayern gesteigert“, sagte Trainer Philipp Kappenstein, dessen Schützlinge nach fünf Erfolgen und damit weißer Playoff-Weste voller Selbstvertrauen in das entscheidende Spiel am Samstag in Bochum gehen können.

Münster legte wie schon gegen die Bayern gut los. Unter den Brettern war die Truppe bei 15:2 Rebounds im ersten Viertel turmhoch überlegen, dazu passten die Quote aus der Distanz (60 Prozent) und die Verteidigung. „Wir haben sie mit unserer Aufstellung mit zwei Großen überrascht“, meinte Kappenstein. Adam Touray – neben dem starken Malcolm Delpeche (15 Zähler, 17 Rebounds) zweiter Startcenter – hatte mit einem Drei-Punkt-Spiel für die ersten Zähler gesorgt, nach dem dritten Dreier von Thomas Reuter und dem ersten Korberfolg von Stefan Weß setzten sich die Baskets auf 24:9 ab (8.). Respektabel. Komfortabel. Zu komfortabel?

Herr des Geschehens

Der Gastgeber war zwar weiter Herr des Geschehens, doch der Vorsprung wurde nicht größer. Im Gegenteil. Nachlässigkeiten schlichen sich offensiv wie defensiv ein, auf den Dreier von Hanaus Felix Hecker zum 21:28 nahm Kappenstein leicht erbost eine Auszeit (13.). Des Trainers Ansage entfachte Wirkung – zumindest kurzfristig. Denn nach dem erfolgreichen Distanzwurf von Jasper Günther zum 41:24 (17.) war es vorerst wieder vorbei mit dem Baskets-Höhenflug, auf den bis zur Pause eine 2:11-Serie folgte.

Souverän vom Scheitel bis zur Sohle war das Auftreten der Münsteraner nicht, aus der weiter klaren Dominanz beim Rebound (27:9 zur Halbzeit) mussten sie einfach mehr Kapital schlagen. Leichter gesagt als getan. Die White Wings blieben unangenehm – und damit in Schlagdistanz. Omari Knox verkürzte nach dreieinhalb Minuten im dritten Viertel auf 43:47, eine enge Kiste war das spätestens jetzt. Gut, dass die Baskets auf einen bestens aufgelegten Cosmo Grühn setzen konnten. Wie schon im zweiten Viertel (sieben Punkte) sorgte er mit fünf Zählern in Serie für etwas Ruhe, Jan König erhöhte dann umgehend per Dreier auf 55:43.

Polster schmilzt wieder

Wieder ein zweistelliges Polster, alles im Lot also? Noch nicht. Es blieb schwierig im münsterischen Offensivspiel. So kämpfte sich auch Hanau, angeführt vom immer stärker werden Till-Joscha Jönke (insgesamt 23 Punkte), nahe heran. Der Kapitän der White Wings lud eine Menge Verantwortung auf seine Schultern und verkürzte für die Hessen direkt zum Start der letzten zehn Minuten auf 60:63.

Es blieb ein Ritt auf der Rasierklinge, auch nach den Dreiern des aus der Distanz äußerst treffsicheren Reuter (fünf von sechs Dreiern saßen) und Marck Coffin (71:62, 34.) – denn Hanau konterte mit sechs Punkten. Unangenehm, diese White Wings, die eine Menge Leidenschaft in die Waagschale warfen und so lange nicht kleinzukriegen waren. Auch nicht nach fünf Coffin-Zählern und dem Korb von Oliver Pahnke (78:68), der zuvor ein Offensivfoul gegen Jönke gezogen hatte.

Einmal regte sich der Gast noch, doch als es nach dem Tipp-In von Malcolm Delpeche mit 82:73 in die finalen 74 Sekunden ging, war die Entscheidung gefallen. Spät, aber verdient stand der nächste Playoff-Sieg der Baskets fest.

Startseite
ANZEIGE