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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

WWU Baskets spielen gegen die Eisbären – und den Trend

Münster

Der letzte Sieg der WWU Baskets Münster liegt lange zurück, datiert vom 4. November. Höchste Zeit also für den Pro-A-Ligisten, nach fünf Niederlagen mal wieder einen Erfolg einzufahren. Die nächste Chance bietet sich Sonntag gegen die Eisbären Bremerhaven, die aber mit einer gegenteiligen Tendenz an den Berg Fidel kommen.

Hilmar Petursson, hier im Duell Foto: Jürgen Peperhowe

Momentan ist es ­irgendwie verhext bei den WWU Baskets Münster. Mit der ansehnlichen Bilanz von 4:3 Siegen war der Neuling in die 2. Bundesliga Pro A gestartet, kassierte nach der Länderspiel-Pause aber vier Niederlagen am Stück und ist damit seit fünf Partien sieglos. Eine Serie, die am Sonntag (18 Uhr) gegen die Eisbären Bremerhaven enden soll.

Der Negativlauf drückt – anders als man meinen könnte – den Schützlingen von Coach Björn Harmsen nicht allzu sehr auf das Gemüt. Direkt nach dem 93:107 gegen die Gladiators Trier sowie am ersten Trainingstag anschließend waren sie „nicht gut gelaunt“, wie der 40-Jährige erzählt. „Und das wäre auch schlimm, wenn es anders wäre.“ Von Resignation oder überbordenden Selbstzweifeln sind die Baskets aber weit entfernt. „Das passiert Mannschaften, die keinen guten Charakter haben und sich außerhalb des Spielfelds nicht gut verstehen. Das ist bei uns aber nicht so, keiner separiert sich. Die Mannschaft trainiert gut, arbeitet mit hoher Konzentration und Intensität“, erklärt Harmsen.

Björn Harmsen

„35 sehr ordentliche Minuten“ hatte er gegen Trier gesehen. Doch die zu einer richtig guten Partie fehlenden fünf kosteten den Sieg, die Gäste um Parker van Dyke und Garai Zeeb nutzten aus der Distanz gnadenlos ihre Räume, die Münster ihnen angeboten hatte. „Wir haben sie heißlaufen lassen. Uns hat im Umschalten, in der Transition der Zugriff gefehlt. Daran haben wir gearbeitet“, so Harmsen, der seiner Mannschaft individuell wie kollektiv Fortschritte attestiert.

Diese konstant abzurufen, wird gegen die Eisbären nötig sein, um den Trend zu stoppen. Der ehemalige Erstligist von der Wesermündung kommt mit dem Selbstbewusstsein von drei Siegen in Folge, mit dem das Team von Trainer Steven Key den Fehlstart korrigiert hat und an Münster vorbeigezogen ist. „Bremerhaven ist eine sehr strukturierte Mannschaft, die den Anspruch hat, oben mitzumischen“, sagt Harmsen.

Gleich vier Eisbären-Spieler punkteten im bisherigen Saisonverlauf im Schnitt zweistellig. Topscorer ist Jarelle Reischel (13,4 Zähler), dahinter reihen sich der amerikanische Shooting-Guard Matthew Frierson (12,6), der Bundesliga-erprobte und 2,09 Meter große Kapitän Robert Oehle (11,8) und der neuseeländische Distanzschütze Matthew Freeman ein, die vom slowakischen Spielmacher Simon Krajcovic (sechs Assists im Schnitt) in Szene gesetzt werden. „Sie spielen einen sehr europäischen Basketball und haben viel Qualität“, schätzt Harmsen den Gast ein.

Mutmacher Testspiel

Dass dieser für die Baskets durchaus zu schlagen ist, hat nicht nur der schleppende Saisonstart der Eisbären gezeigt. In der Vorbereitung gewann Münster einen Test mit 71:53. Ein Mutmacher für die Mission, die Niederlagenserie am vierten Advent zu beenden.

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