1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Basketball
  6. >
  7. WWU Baskets spüren Erleichterung und Bestätigung nach Sieg über Bayern

  8. >

Basketball: 2. Bundesliga Pro B

WWU Baskets spüren Erleichterung und Bestätigung nach Sieg über Bayern

Münster

So eng hätte es am Ende nicht sein müssen. Doch die Playoffs-Serie der WWU Baskets Münster hat Bestand nach dem ersten Sieg in der zweiten Runde gegen Bayern II. Am Mittwoch kommen die Hanau Wild Wings. Dort muss aber wohl eine Steigerung her.

Henner Henning

Marck Coffin, hier gegen Bayerns Michael Rataj, untermauerte mit den Baskets die Aufstiegsambitionen. Foto: Jürgen Peperhowe

Die beiden Spielmacher Jasper Günther und Oliver Pahnke drehten nach erledigter Arbeit ihre Auslaufrunden in der Halle Berg Fidel, ihre Teamkollegen starteten derweil vor der Spielerbank ihre Regeneration, die einer Kurzzeitpflege gleichkam. Viel Zeit bleibt nicht bis zum zweiten Spiel der zweiten Playoff-Phase, bereits am Mittwoch (20 Uhr) steht mit dem Duell gegen die White Wings Hanau die nächste Partie auf dem Programm – und in die gehen die WWU Baskets Münster nach dem 80:76-Erfolg gegen Bayern München II mit einem Gefühl aus Erleichterung und Bestätigung.

Erleichterung, weil der Pro-B-Ligist gerade noch rechtzeitig seine schwache Phase im Schlussabschnitt beendete und damit den Sieg noch nach Hause brachte. Nach dem erfolgreichen Dreier von Cosmo Grühn und dem folgenden Korbleger von Malcolm Delpeche waren die Baskets exakt fünf Minuten vor dem Spielende scheinbar sicher mit 74:60 vorne, alles deutete auf entspannte Schlussminuten hin. Die aber gab es nicht, 31 Sekunden vor dem Ende war der Vorsprung fast aufgebraucht (78:76), erst Delpeche erlöste Münster. „Im vierten Viertel haben wir uns das Leben unnötig schwergemacht. Das hätte niemals so eng werden dürfen“, erklärte Trainer Philipp Kappenstein, der zuvor 30 defensiv „sehr ordentliche Minuten“ gesehen hatte.

Selbstkritische Spieler

Was ihm aber ebenso nicht verborgen geblieben war, waren die in der Offensive nicht immer zielstrebig und -führend agierenden Baskets, die einmal mehr ihre erarbeiteten Vorteile fast ganz aus der Hand gaben. „Da hat uns die letzte Konsequenz gefehlt. Sowohl offensiv als auch defensiv“, sagte etwa Andrej König. Ins gleiche Horn bliesen Kapitän Jan König („Uns hat etwas Killer-Mentalität gefehlt“) und Marck Coffin, der sagte: „Es ist nicht das erste Mal, dass wir in Führung liegend nachlassen und unkonzen­triert spielen.“ Der Amerikaner vergab wie Delpeche in den hektischen Schlussmomenten einen Korbleger und damit die Vorentscheidung. „Aber ich hoffe, dass wir auf diesem Spiel jetzt aufbauen können“, meinte der Zwölf-Punkte-Mann, der zudem neun Rebounds abgriff.

Es ging ja noch einmal gut – und der umkämpfte Erfolg war die Bestätigung, dass mit den Baskets auch nach den drei Wochen Pause (Kappenstein: „Man hat gemerkt, dass uns der Rhythmus gefehlt hat“) im Kampf um den Zweitliga-Aufstieg zu rechnen ist. „Es war ganz wichtig, dass wir den ersten Sieg in der neuen Gruppenphase gelandet haben, den vierten Sieg in Folge in den Playoffs. Wir wissen aber alle, dass wir da am Mittwoch eine Menge besser machen können gegen Hanau“, meinte der Coach. Und lässt den Glauben an den nächsten Erfolg noch wachsen.

Startseite
ANZEIGE