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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

WWU Baskets warten auf Bayern München

Münster

Crunchtime am Berg Fidel: Die Spielzeit in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B geht in die erste von drei entscheidenden Phasen. Die WWU Baskets Münster starten am Samstag in die erste Vierer-Playoff-Runde. Ale erster Gegner reisen die jungen Bayern aus München an.

Henner Henning

So geht es weiter für die WWU Baskets Münster: Los geht es am Samstag Foto: Grafik: Lisa Stetzkamp

Ab Samstag ist wieder Playoff-Zeit am Berg Fidel. Jedes einzelne Spiel hat eine besondere Bedeutung, Niederlagen sind anders als in der Hauptrunde nur schwer zu kompensieren. Jeder Fehltritt tut weh und kann teuer werden in dem coronabedingt angepassten Modus, der eine Abkehr vom traditionellen, klassischen Playoff-System mit direkten Duellen im Best-of-Modus ist.

Langer Weg bis zum Ziel

Das neue Format führte die 2. Bundesliga Pro B ein, um für etwaige Corona-Fälle in den Teams gewappnet zu sein. Müsste ein Team in Quarantäne, hätte man im alten System entweder die kompletten Playoffs stoppen müssen, um auf die Hängepartie(n) zu warten, oder der Gegner wäre kampflos weiter gekommen – sportlich keine wünschenswerte Konstellation, die mit der neuen Regelung umgangen wird. „Auf den neuen Modus der Playoffs bin ich gespannt“, sagt Philipp Kappenstein, Trainer der WWU Baskets Münster.

Neuland für alle Beteiligten, die sich anstatt auf einen Gegner im Playoff-Achtelfinale nun auf drei Kontrahenten einstellen müssen. Aus den vier Vierergruppen (zwei auf der linken und zwei auf der rechten Seite des Tableaus) kommen jeweils die beiden Besten weiter und spielen dann in zwei neuen Vierergruppen die vier Halbfinalisten aus, die in Hin- und Rückspiel unabhängig vom folgenden Finale die beiden Pro-A-Aufsteiger ermitteln. Acht Partien bis ins Glück, das Endspiel um die Pro-B-Meisterschaft – in dem unterlagen die Baskets 2019 Bayer Leverkusen – ist im Mai reine Kür.

Drei Fragen an Kapitän Jan König

Als Hauptrunden-Dritter gehen die WWU Baskets Münster in die Playoffs. Die Vorfreude darauf ist nicht nur bei Kapitän Jan König (27) groß.

Nach zwei Jahren endlich wieder Playoffs. Kribbelt es schon?

Jan König: Auf jeden Fall, die Playoffs machen es doch aus. Man merkt, dass bei allen die Trainingsintensität und -qualität noch einmal gestiegen ist. Vorher war es in der Hauptrunde irgendwie eine Hängepartie, man war zwischendurch nicht sicher, ob und in welchen Modus gespielt wird.

Stichwort Modus: Wie schätzen Sie das neue Playoff-Format ein?

König: Ich glaube, dass es schwerer ist als das klassische. Der neue Modus verzeiht weniger, man benötigt zwei Siege zum Weiterkommen. Und das kann theoretisch in einem Dreiervergleich nicht einmal reichen. Man muss also von Beginn an da sein. Dazu muss man sich auf drei verschiedene Gegner einstellen als nur auf einen.Zuletzt gab es in der Hauptrunde in vier Spielen drei hauchdünne Niederlagen.

Wie haben diese das Team beeinflusst?

König: Klar hätten uns Siege Platz zwei und mehr Selbstvertrauen gebracht. Aber so haben wir gesehen, was noch gefehlt hat. Das haben wir im Training klar angesprochen und das pusht uns jetzt noch mehr.

Diese aber möchten die münsterischen Basketballer zu gerne erreichen, haben ihr Ziel „klar formuliert“, wie Kappenstein erklärt. Dafür gilt es, sich in der ersten Gruppenphase zu behaupten und im Optimalfall das Weiterkommen als Erster – so hätte man in Runde zwei erneut zweimal Heimvorteil – zu schaffen. „Dafür müssen wir von Anfang an da sein, es gibt vielleicht keine zweite Chance mehr“, sagt der Trainer, der mit seinem Team am Samstag zunächst auf den FC Bayern München II trifft. „Das wird sehr richtungsweisend für unseren Weg. Die Bayern haben eine ganz junge Truppe mit vielen krassen Talenten, spielen sehr athletisch und physisch“, weiß der 41-Jährige über die Münchener, die mit Matej Rudan, Sasha Grant oder Jason George über Bundesliga-erfahrene Nachwuchs-Asse verfügen.

BBC Coburg wird der schwerste Gegner

Ein ähnliches, aber wohl noch stärkeres Ensemble stellt der BBC Coburg. Münsters Abschlussgegner – zwischendrin geht es am Gründonnerstag gegen die TKS 49ers – hat als Zweiter der Südstaffel seinen Hut in den Ring geworfen, das Farmteam des Bundesligisten Brose Bamberg ist gespickt mit hochklassigen Akteuren wie Elias Baggette, Mateo Seric oder Moritz Plescher, die ebenfalls schon im Oberhaus unterwegs waren.

Langweilig, so viel steht fest, werden die Playoffs nicht. Auch nicht in Runde eins.

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