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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

WWU Baskets wollen Hamburgs „Steilwand-Expedition“ stoppen

Münster

Die Zahlen ergeben eine klare Rollenverteilung: Hier der Mitfavorit WWU Baskets Münster, der mit zwei Siegen in die Pro-B-Saison gestartet ist. Da der um den Klassenerhalt kämpfende ETV Hamburg, der mit zwei Niederlagen begonnen hat. Alles klar also? Nicht ganz, vor der Partie am Sonntag hebt nicht nur Münsters Coach Björn Harmsen den Finger.

-hen-

Andrew Onwuegbuzie, der in Rhöndorf und gegen Köln stark spielte, trifft mit den Baskets auf ETV Hamburg. Foto: Jürgen Peperhowe

Ist es eine realistische Einschätzung oder das zum taktischen Vorgeplänkel gehörende Understatement? Der ETV Hamburg, am Sonntag (16 Uhr) Gast der WWU Baskets Münster, vergleicht seine Reise an den Berg Fidel mit einer „echten Steilwand-Expedition“ und sieht sich als „krasser Außenseiter“. Nach zwei klaren Niederlagen und den beiden überzeugenden Baskets-Siegen ein Schluss, der zumindest nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Doch Münster lässt sich weder von den Aussagen aus der Hansestadt noch von den nackten Zahlen blenden, geht seriös seine dritte Pro-B-Partie der Saison an.

„Hamburg ist eine Mannschaft, die man nie unterschätzen darf“, sagt Trainer Björn Harmsen, der beim ETV mit Mubarak Salami einen ähnlichen „Dreh- und Angelpunkt“ ausgemacht hat wie eine Woche zuvor mit Vincent Golson. Kölns Amerikaner hatten die Baskets gut im Griff, ließen beim 93:68-Erfolg nach anfänglichen Schwierigkeiten nur 13 Punkte von ihm zu. „Salami hat viel den Ball in der Hand und hat ein paar gute Schützen um sich herum. Unser Ziel muss es sein, ihn aus dem Spiel zu nehmen“, sagt Harmsen“, der von seinen Mannen viel Tempo und eine hohe Intensität in der Defensive fordert. Gegen die RheinStars klappte es mit der aggressiven Verteidigung erst mit Verspätung, auch offensiv schnurrte der Motor leicht verzögert. „Doch da wir beides korrigieren konnten, wurde das Ergebnis am Ende so deutlich“, sagt der 39-Jährige.

Onwuegbuzie mahnt

Neben Salami stechen mit Marcel Hoppe und Jack Fritsche, der nach vier Jahren an US-Colleges zurück in Hamburg ist, zwei gute Werfer hervor, die Münster ebenso im Auge behalten muss. „Wenn jetzt einer von ihnen zehn Dreier trifft, ist es ­irrelevant, ob wir davor zwei Spiele gewonnen haben“, mahnt denn auch Andrew Onwuegbuzie. Der Neuzugang führte sich prächtig ein, übernahm in der Vorwoche durch den Ausfall von Jasper Günther und in den Pausen von Ryan Richmond und Oliver Pahnke gar den Ballvortrag – und zwar umsichtig und geschickt.

Günther-Einsatz fraglich

Eine Aufgabe, die ihm vielleicht auch gegen den ETV wieder angetragen wird. Günthers Einsatz ist wegen seiner Fußblessur erneut fraglich, dazu setzte Richmond wegen einer Kapselverletzung am Finger bis Mittwoch aus. Sein Mitwirken aber scheint nicht gefährdet – und so kann der Kanadier wohl mithelfen, dass Hamburgs „echte Steilwand-Expedition“ am Berg Fidel scheitert.

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