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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

WWU Baskets ziehen Bilanz – Stuckenholz: „Wir sind in der Liga angekommen“

Münster

Ein Länderspiel-Wochenende steht an, daher geht es für die WWU Baskets Münster in eine verdiente Pause. Eine Woche macht der Pro-A-Ligist frei, um sich von den ersten Wochen in der Zweitklassigkeit zu erholen. Das tut er mit einem guten Gefühl, der Neuling hat überzeugt, ist „angekommen“.

Von Henner Henning

Helge Stuckenholz Foto: Jürgen Peperhowe

Recht gelassen ging Helge Stuckenholz am Sonntag mit dem 68:78 der WWU Baskets Münster bei den Artland Dragons um. Nein, natürlich verliert der Manager des Pro-A-Ligisten nicht gerne, nach erfolgreichen Jahren mit einer Siegquote um die 90 Prozent aber weiß er, mit Rückschlägen, die es in der Zweitklassigkeit immer wieder geben wird, umzugehen und sie auch einzuordnen.

Die Partie in Quakenbrück brachte die dritte Niederlage, auf der Habenseite aber stehen bereits für einen Liga-Neuling beachtliche vier Siege. „Hätte mich vor der Saison jemand gefragt, ob ich das unterschreibe, hätte ich das sofort getan“, sagt Stuckenholz, der mit dem Start „sehr zufrieden“ ist. Sportlich hat das Team von Trainer Björn Harmsen seine Zweitliga-Tauglichkeit unter Beweis gestellt, der Umbruch mit drei amerikanischen sowie einem isländischen Neuzugang sowie der Verpflichtung von Center Andreas Seiferth ist eingeleitet, scheint zu gelingen.

„Das sind alles gute Charaktere“, sagt Stuckenholz

„Wie sich die Mannschaft findet und entwickelt, macht Spaß. Das sind alles gute Charaktere, und sportlich kann jeder die Last tragen. Da sind wir nicht von einem oder zwei Spielern abhängig“, sagt der Manager, der die Länderspiel-Pause wie Team und Trainer zum Durchatmen nutzt.

In die gehen die Baskets mit dem Wissen, „konkurrenzfähig zu sein“, wie es Thomas Reuter formuliert. „Mit der 4:3-Bilanz liegen wir voll im Soll. Es gibt keinen Grund zu klagen, aber auch keinen zum Ausruhen“, sagt der Ex-Kapitän, der mit seiner Einschätzung auf einer Linie mit seinem Mitspieler Cosmo Grühn liegt. Auch der Power Forward ist einverstanden mit den ersten sieben Begegnungen – und weiß dennoch um den Aufwand, den Münster betreiben muss. „Das Schlagwort heißt für uns Konstanz. Rufen wir konstant unsere Leistung ab und haben wenig Tiefen, können wir viele gute Teams schlagen. Ich denke, dass wir angekommen sind in der Liga.“ Und der Reifeprozess der „jungen Mannschaft, die sich Woche für Woche gut entwickelt hat“ (Harmsen), ist natürlich noch nicht abgeschlossen, in vielen Elementen ist noch Luft nach oben. Die Turnover-Quote zu reduzieren, wird ein Thema sein – genauso wie die Stabilisierung der Offensivsysteme.

Zweitbester Zuschauerwert

Auf dem Feld also passt es, aber auch abseits des Sportlichen ist den Baskets der Sprung aus der Pro B geglückt. Resonanz – Münster hat mit 2317 Zuschauern im Schnitt den zweitbesten Wert hinter Vechta (2890) – und Rückhalt sind weiter groß, auch die Organisation der Spieltage mit leicht veränderten Anforderungen stellt keine großen Probleme dar. „Das Team hinter dem Team, das hat Erstliga-Niveau. Wenn wir diese Leute, die sich ehrenamtlich so engagieren, nicht hätten, würden wir nicht so ein Produkt aufs Tablett bekommen. Das ist schon Wahnsinn“, so Stuckenholz. Und an dem arbeiten die Baskets auf allen Ebenen weiter.

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