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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Zwischenzeugnis mit guten Noten für die WWU Baskets

Münster

Die ersten sechs Partien haben die WWU Baskets Münster allesamt gewonnen und führen damit die Tabelle der 2. Liga Pro B an. Auch in den wichtigsten Statistiken liegen sie vorn. Doch allzu viel Zufriedenheit will Trainer Björn Harmsen noch nicht ausstrahlen. Zumal die nächsten Aufgaben nicht leicht werden.

Von Henner Henning

Björn Harmsen Foto: Jürgen Peperhowe

Nach den ersten drei Partien der Saison hatte Trainer Björn Harmsen vor vorschnellen Schlüssen gewarnt. Nicht zu hoch wollte der Coach der WWU Baskets Münster die Siege bei den Dragons Rhöndorf sowie daheim gegen die RheinStars Köln und den ETV Hamburg hängen – rückblickend nachvollziehbar, gehört dieses Trio doch zum unteren Drittel der zwölf Teams starken 2. Bundesliga Pro B. Vielmehr hatte der 39-Jährige Mitte Oktober die drei folgenden Spiele als Gradmesser und Standortbestimmung ausgerufen, als Fingerzeig, wie weit die Baskets schon sind. Und nun, nach 120 weiteren Spielminuten mit Erfolgen gegen Teams aus der oberen Hälfte (in Wedel, gegen die Sixers und zuletzt in Wolmirstedt), steht fest: Münster ist nach etwas mehr als einem Saisonviertel das Maß der Dinge in der Staffel Nord.

Stahnsdorf bisher nur gegen die untere Hälfte

Ungeschlagen sind die Westfalen, einzig die Iserlohn Kangaroos und die TKS 49ers sind mit je 5:1 Siegen derzeit in direkter Schlagdistanz – wobei bei der Bilanz der Stahnsdorfer zu berücksichtigen ist, dass sie bislang gegen die sechs Mannschaften aus der unteren Pro-B-Hälfte gespielt haben. Die Baskets sind nicht nur Tabellenführer, sie stellen mit 566 erzielten Zählern die beste Offensive vor dem SC Rist Wedel (536), kassierten als bislang stabilste Defensive erst 429 Punkte (Platz zwei: TKS mit 437). Beachtlich: Von den insgesamt 24 Vierteln gewann Münster 18, ein Spielabschnitt endete unentschieden. Ein weiteres belegbares Indiz für die Stärke der Baskets, die zudem bei den Würfen aus dem Feld (49,3 Prozent) und den Rebounds (250) jeweils hinter Iserlohn den zweiten Platz der staffelweiten Statistik einnehmen.

Fulminant in Wolmirstedt

Doch die wichtigste Erkenntnis abseits aller Zahlen ist, dass die Baskets stressresistent und top-fit sind. Schon beim Heimspiel gegen die BSW Sixers, als die Harmsen-Truppe gegen den starken Rivalen mit elf Punkten (40:51, 25.) zurücklag, breitete sich keine Hektik aus. Münster schlug eiskalt zurück, fand die richtige Antwort. Wie auch in Wolmirstedt, als im dritten Viertel der Gastgeber ein kleines Dreier-Feuerwerk zündete und mit einem Fünf-Punkte-Polster in den Schlussabschnitt ging. Das Ergebnis ist bekannt, Münster siegte nach einem fulminanten Endspurt mit 97:83.

Alles bestens also am Berg Fidel? Nicht ganz, Zufriedenheit macht sich nicht breit, Spieler und Trainer registrieren die Fortschritte, die Entwicklung – sehen aber auch noch Raum für Verbesserungen. „Wir sind auf einem guten Weg, haben aber auch noch Luft nach oben“, sagt der Coach. Dabei denkt er auch an die Partien in Wedel oder gegen die Sixers, als „wir offensiv eher schwächere Spiele“ hatten, die Überlegenheit beim Rebound letztlich aber den Ausschlag pro Münster gab. „Wir können in der Offensive den Ball sicher noch besser bewegen, sind noch nicht da, wo wir hin wollen. Defensiv waren wir phasenweise schon sehr gut, auch wenn wir in Wolmirstedt drei Viertel ein bisschen zu soft gespielt haben.“ Das erste Zwischenzeugnis aber fällt trotz der Trainer-Beanstandungen – und Coaches müssen immer etwas beanstanden, das liegt in der Natur der Sache – gut aus.

Am Samstag kommt Düsseldorf

Fünf Begegnungen bleiben in der Hinserie, die Beurteilung mindestens zu halten, wenn nicht zu verbessern. Am Samstag (19.30 Uhr) geht es mit dem Duell gegen die ART Giants Düsseldorf weiter, es folgen direkt das Derby bei den EN Baskets Schwelm sowie das Top-Spiel gegen Iserlohn. Drei weitere Härtetests, die es in sich haben. Weitere 120 Spielminuten, in denen Münster auf Form und Beständigkeit geprüft wird.

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