Ringen

Nach EM-Aus: Ringer Stäbler überdenkt Olympia-Vorbereitung

Musberg (dpa) - Der deutsche Ausnahmeringer Frank Stäbler wird seine Olympia-Vorbereitung nach der enttäuschenden EM in Warschau womöglich umstellen.

dpa

Frank Stäbler war bei der EM in Warschau überraschend schon im ersten Kampf ausgeschieden. Foto: Kadir Caliskan

«Eigentlich war geplant, dass ich bei der EM vier, fünf Kämpfe absolviere, im Idealfall eine Medaille mitnehme und mich dann voll auf die Sommerspiele konzentriere», sagte der dreimalige Weltmeister im Interview mit «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten». «Jetzt muss ich mich mit meinem Trainer zusammensetzen und - obwohl es mein Körper eigentlich nicht mehr hergibt - überlegen, ob ich nicht noch Wettkampfpraxis brauche, etwa bei Grand-Prix-Wettkämpfen in Polen und Spanien.»

Stäbler war bei den kontinentalen Meisterschaften in Warschau überraschend schon im ersten Kampf ausgeschieden. Anders als bei Olympia, wo er in drei Monaten in der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm starten wird, war er in der polnischen Hauptstadt im 72-Kilo-Limit auf die Matte gegangen - und erlebte als einer der Mitfavoriten gegen den Türken Selcuk Can eine böse Überraschung.

Der 31-Jährige hatte zuletzt zunehmend mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Im Oktober infizierte er sich mit dem Coronavirus. Zudem plagt ihn schon seit vielen Monaten eine Schulterblessur. «Auch wenn jetzt alles gegen mich spricht - ich werde den Glauben bis zur letzten Sekunde nicht verlieren», sagte der Schwabe, der nach den Spielen seine internationale Karriere beenden wird und diese gerne mit einer weiteren Medaille abrunden würde. «Der Traum lebt weiter.»

© dpa-infocom, dpa:210427-99-368176/2

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