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Winterspiele in Peking

DOSB-Sportchef: Kein Maulkorb für Olympia-Athleten

München (dpa)

Die deutschen Athleten haben laut Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig die Freiheit, bei den Olympischen Winterspielen in Peking ihre Meinung über die Menschenrechtslage in China zu sprechen.

Von dpa

DOSB-Sportchef Dirk Schimmelpfennig. Foto: Michael Kappeler/dpa

Es gebe «keinen Maulkorb. Die Athleten werden entsprechend vorbereitet», sagte das Vorstandsmitglied im Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. «Sie wissen um die politische Lage in China, aber sie wissen auch, sich auf den sportlichen Bereich, für den sie verantwortlich sind, zu konzentrieren.» Schimmelpfennig verwies auf entsprechende Vorgespräche. «Die Athleten haben sowohl schon einen Austausch gehabt mit Experten des Auswärtigen Amtes, als auch mit Verantwortlichen von Human Rights», berichtete er. «Die Athleten werden damit entsprechend vorbereitet, um auch entsprechend informiert zu sein, um dann auch gegebenenfalls entsprechend sprechfähig zu sein.»

Nach seiner Ansicht sind die Sportler in den so genannten «Closed Loops», den geschlossenen Systemen, die bei Olympischen Spielen gebildet werden, sicherer vor Corona als anderswo. Darin sei man abgeschlossen mit Leuten, die bei der Landung PCR-Tests gemacht haben, die geimpft seien und die sich täglichen Tests unterziehen müssen. Bei den Sommerspielen in Tokio habe das bereits gut geklappt und die Corona-Fallzahlen seien sehr gering gewesen. «Wir hatten in der gesamten Olympia-Mannschaft zwei Fälle und hoffen, dass das auch in Peking gelingt», betonte Schimmelpfennig.

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