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Land & Leute

Love Hotels - Japans Stundenhotels der besonderen Art

Tokio (dpa)

Von dpa

Ein Love Hotel in der Nähe des Bahnhofs Uguisudani. Foto: Lars Nicolaysen/dpa

Mit Sex ist es für die Athleten im Olympischen Dorf wohl schwierig, auch wenn ihre Betten aus Pappkarton dafür stabil genug wären, wie Hüpftests von Sportlern bewiesen.

Mit den breiten Betten in Japans Love Hotels können die Pappteile im Athletendorf aber nicht mithalten. Die Stundenhotels der besonderen Art sind ein wichtiger Bestandteil der japanischen Alltagskultur.

Den Partner muss man schon mitbringen, wenn man in Japans extravaganten Erotik-Zimmern seinen Spaß haben will. Zu den Kunden gehören Studenten, die noch bei ihren Eltern wohnen, aber auch Ehepaare, deren dünne Wände daheim zu hellhörig sind. Bisweilen treffen sich aber auch ganze Gruppen von Frauen zum Beispiel, um sich einfach nur in netter Atmosphäre zu unterhalten. Oft befinden sich Love Hotels nahe Autobahnkreuzen oder Bahnlinien.

In den Zimmern gibt es neben einem großen Doppelbett, von wo sich das Licht, Radio und der Fernseher mit Pornokanälen regulieren lassen, meist auch ein elegantes Bad. Betreiber moderner Love Hotels bieten ihrer Kundschaft auch viele elegant eingerichtete Zimmer mit Internetanschluss, Karaoke-Anlagen, Videospielen und Minibars an.

Häufig sind die Zimmer auch thematisch gestaltet, zum Beispiel im Sta-Wars-Stil mit einem ruckelnden Raketenbett oder im verspielten Disney-Design. Der Gast kann sich in der Lobby die freien Zimmer auf beleuchteten Fototafeln anschauen und dann den gewünschten Raum per Knopfdruck auswählen. Die Bezahlung erfolgt diskret. Entweder vollautomatisch. Oder es sitzt jemand an der Kasse in der Lobby hinter einer Sichtblende und nimmt das Geld darunter entgegen.

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