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Cas in einer Erklärung

Sportgerichtshof beklagt Festnahme eines Richters in Belarus

Lausanne/Minsk (dpa)

Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat in einer Erklärung auf die Festnahme seines Richters Alexander Danilewitsch in Belarus hingewiesen und ihn als politischen Gefangenen bezeichnet.

Von dpa

Außenansicht vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS). Foto: Dominic Favre/KEYSTONE/dpa

Danilewitsch wurde am 20. Mai festgenommen, der Cas brachte das in Zusammenhang damit, dass der Juraprofessor und Anwalt Ende Februar 2022 eine Erklärung unterschrieben habe, in der zum Ende des Krieges in der Ukraine aufgerufen worden sei. Das von Machthaber Alexander Lukaschenko regierte Belarus gilt als Unterstützer des russischen Angriffskrieges.

Ein Gericht in der belarussischen Hauptstadt Minsk lehnte es am 13. Juni in einer nicht-öffentlichen Verhandlung ab, Danilewitsch auf freien Fuß zu setzen. Ihm wird vorgeworfen, zu Sanktionen aufgerufen zu haben oder zu anderen Handlungen, die der nationalen Sicherheit des Landes schadeten. Danilewitsch drohen bis zu zwölf Jahre Straflager.

Danilewitsch genieße in seinem Beruf einen einwandfreien Ruf, hieß es in der Erklärung des Cas. Daher sei es besonders unverständlich, dass noch vor einem Prozess Maßnahmen wie Haft angeordnet worden seien. Der in Lausanne ansässige Sportgerichtshof zeigte sich wegen seiner Lage besorgt und hofft auf eine baldige Freilassung.

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