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Tennis-Weltverband ITF

Von Arnim: «Unterstützung» für Präsidentschafts-Kandidatur

Melbourne (dpa)

Dietloff von Arnim hat nach der Ankündigung seiner Kandidatur für das Präsidentenamt im Tennis-Weltverband ITF nach eigenen Angaben positive Rückmeldungen erhalten.

Von dpa

Von Arnim führt aktuell bei den Australian Open Gespräche wegen seiner geplanten Kandidatur zum Präsidenten des Tennis-Weltverbandes. Foto: Frank Molter/dpa

«Die Unterstützung, die wir von anderen Nationen haben, ist im Moment ziemlich positiv», sagte der 63-Jährige am Rande einer internationalen Medienrunde während der Australian Open in Melbourne am Samstag. Lächelnd fügte er an: «Niemand würde sagen: Ich bin ein Idiot. Sie sind alle sehr nett zu mir.»

Der Präsident des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) will beim Kongress in mexikanischen Cancun im September Amtsinhaber David Haggerty aus den USA ablösen, der seit sieben Jahren den Weltverband führt. Haggerty war zuletzt heftig in die Kritik geraten, nachdem die ITF den Milliarden-Deal mit einer Investoren-Gruppe über die Rechte am Davis Cup vorzeitig auflösen musste. Auch die vorgenommenen Änderungen am traditionellen Modus hatten für hitzige Debatten in der Tenniswelt gesorgt.

«Der Davis Cup hat Schaden erlitten», sagte von Arnim: «Die Spieler haben für ziemlich viel Geld gespielt, aber die Finanzierung hat nicht funktioniert oder wird in Zukunft nicht funktionieren.» Auch beim Billie Jean King Cup der Frauen sieht er «Probleme». Mit welchen konkreten Maßnahmen er diese als ITF-Präsident lösen will, ließ der frühere Veranstalter des World Team Cup in Düsseldorf bewusst offen. 

Er wolle sich zunächst in weiteren Gesprächen mit nationalen Verbänden und den Verantwortlichen der Grand-Slam-Turniere ein genaues Bild über die Erwartungen verschaffen, «dann werden wir eine klare Vision haben». Schon jetzt sei ihm aber klar, dass er die Bedeutung der ITF anheben wolle. «Im Moment steht kaum jemand auf und spricht für das Tennis. Die ITF muss wieder die Regierungsbehörde für das Tennis werden.» Die Spielergewerkschaften ATP und WTA seien im Moment «ein bisschen stärker als die ITF».

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