1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Tennis
  6. >
  7. «Noch nicht rund»: Kerber und Zverev wollen Trendwende

  8. >

Tennis

«Noch nicht rund»: Kerber und Zverev wollen Trendwende

Stuttgart (dpa)

Diese Saison sorgt bei Angelique Kerber und Alexander Zverev bislang eher für Frust. Bei den Turnieren in Stuttgart und München soll sich das Bild für die beiden besten deutschen Tennisprofis wandeln.

Von Florian Lütticke und Kristina Puck, dpa

Ist noch nicht richtig in der Saison angekommen: Alexander Zverev. Foto: Serge Haouzi/XinHua/dpa

Angelique Kerber soll die Energie des Stuttgarter Heimpublikums zur Trendwende nach der missglückten Reise nach Kasachstan helfen. Alexander Zverev haderte in seiner Wahl-Heimat mit dem nächsten Rückschlag.

Die beiden besten deutschen Tennisprofis wollen bei den ersten Turnieren des Jahres in Deutschland ihre schwierigen Saisonstart hinter sich lassen. Kerber steht dabei in dieser Woche in Stuttgart gleich zum Auftakt gegen die an Nummer fünf gesetzte Estin Anett Kontaveit vor der nächsten schwierigen Aufgabe. «Es ist traurig, aber man muss sich jetzt schnell auf das Nächste konzentrieren. Ich freue mich jetzt, dass wir hier sind», sagte die deutsche Nummer eins am Ostermontag.

«Es ist enttäuschend»

Zverev will in den kommenden Tagen bis zum ersten Auftritt in München zunächst seine Oberschenkelblessur auskurieren. «Es passieren weiter Dinge, die ein wenig außerhalb meiner Kontrolle sind, was ärgerlich für mich ist», sagte Zverev nach seinem klaren Halbfinal-Aus in zwei Sätzen gegen Turniersieger Stefanos Tsitsipas am Wochenende beim ATP-Masters in Monte Carlo. «Es ist enttäuschend, jetzt muss ich wieder versuchen zu regenerieren, was ich langsam ein bisschen doof finde. In Miami war ich krank, jetzt habe ich eine Muskelverletzung. Dieses Jahr läuft es noch nicht richtig rund.»

Der Weltranglistendritte bestätigte beim Pay-TV-Sender Sky zudem auf Nachfrage, dass er weiter nächste Woche in München (25. April bis 1. Mai) und anschließend bei den Turnieren in Madrid und Rom antreten werde. Dass Zverev zuvor das Sandplatzevent in Barcelona rund um seinen 25. Geburtstag am Mittwoch auslässt, stand bereits vor seiner Verletzung fest.

Nach dem erfolgreichsten Jahr seiner Karriere mit sechs Turniersiegen inklusive dem Gewinn der olympischen Goldmedaille von Tokio 2021 wartet Zverev diese Saison noch auf den ersten großen Erfolg. Schlagzeilen machte er unter anderem mit seinem Ausraster gegen einen Schiedsrichter in Acapulco. Im Fürstentum musste der Hamburger sich dem auf Sand derzeit überragenden Griechen Tsitsipas sportlich klar mit 4:6, 2:6 geschlagen geben. «Dass der bessere Spieler gewonnen hat, ist eindeutig. Dass mein Oberschenkel eine Rolle gespielt hat, ist auch relativ eindeutig», sagte Zverev.

Auch Kerber sucht die Form

Knappere, aber nicht weniger ärgerliche Niederlagen kassierte Kerber beim 1:3 der deutschen Tennis-Damen im Billie Jean King Cup. Jeweils in drei Sätzen verlor die 34-Jährige ihre beiden Einzel gegen die Kasachinnen, sodass die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes am 11./12. November gegen den ersten Abstieg seit einem Jahrzehnt im Wettbewerb, der damals noch Fed Cup hieß, spielt.

Auf dem Weg zu den French Open in gut einem Monat will sich Kerber nun in Stuttgart ihrer Topform nähern. Dabei droht bei dem Turnier, das sie zweimal gewann, gleich das frühe Aus: In der ersten Runde trifft die Weltranglisten-17. auf Kontaveit. In ihrer Karriere entschied Kerber bislang nur eins der bisherigen fünf Spiele gegen die 26-Jährige für sich. «Die Auslosungen sagen oft nicht viel», meinte Kerber, wusste aber natürlich auch, dass es keine einfache erste Runde ist: «Ich weiß, dass ich mein bestes Tennis von Anfang spielen muss.»

Angesichts des starken Felds mit sieben Spielerinnen der aktuellen Top Ten ist Kerber Außenseiterin. «Für mich ist es gut, dass ich schon zwei Matches am Wochenede hatte. Vielleicht helfen die mir, hier jetzt schnell reinzukommen», sagte sie und erklärte mit Blick auch auf ihre Stuttgarter Titel 2015 und 2016: «Es fühlt sich schön an, wieder zurück zu sein, ganz besonders mit dem Wissen, dass wir wieder vor Publikum spielen.»

Startseite
ANZEIGE