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Skispringen

Heim-Weltcup als Mutmacher: Geiger und der positive Trend

Titisee-Neustadt (dpa)

In Siegform ist Karl Geiger noch nicht. Rang drei und fünf im Einzel sowie Platz drei mit dem Team stimmen ihn jedoch zuversichtlich. Bis zum ersten großen Saisonhöhepunkt hat er noch ein wenig Zeit.

Thomas Eßer, dpa

Skispringer Karl Geiger kam beim Weltcup in Titisee-Neustadt auf den fünften Rang. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

«Yes» rief Karl Geiger und lachte erleichtert in die Kamera. Auch ohne seinen zweiten Podestplatz des Winters war Deutschlands bester Skispringer sichtlich zufrieden mit dem Heim-Weltcup in Titisee-Neustadt.

«Ich nehme eine große Portion Selbstbewusstsein mit», sagte der 29-Jährige im ZDF. «Es war echt ein saugutes Wochenende für mich.» Zum Abschluss dreier intensiver Tage im verschneiten Schwarzwald sprang Geiger am Sonntag 132 und 138 Meter weit und bestätigte mit Rang fünf seine aufsteigende Form. Zum ganz großen Glanz fehlt beim Oberstdorfer zwar noch etwas. Gut zweieinhalb Wochen vor der Vierschanzentournee stimmt der Trend aber zuversichtlich.

Geiger: «Das Feld ist extrem»

Bundestrainer Stefan Horngacher sprach von einem «deutlichen Schritt nach vorne». Natürlich würde er mit seiner Mannschaft auch gerne möglichst bald wieder um Siege mitspringen. Angesichts des sehr holprigen Saisonstarts weiß der Österreicher aber, dass es nur in kleinen Schritten geht. Wachsendes Vertrauen in die eigene Stärke ist beim psychologisch anspruchsvollen Schanzen-Sport schon viel wert.

Bester Springer war bereits zum dritten Mal in dieser Saison der Pole Dawid Kubacki. Der 32-Jährige baute seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus und beeindruckte auch das deutsche Team.

«Wahnsinn», kommentierte Geiger die Leistung Kubackis, der mit riesigem Vorsprung vor dem Slowenen Anze Lanisek sowie dem Österreicher Stefan Kraft gewann und schon nach dem ersten Durchgang klar geführt hatte. «Das Feld ist extrem», sagte Geiger über das aktuelle Niveau der Top-Springer. Der Allgäuer hofft, dass er seine ungewohnte Schwächephase zu Saisonbeginn überwunden hat.

Nachdem Geiger bei den ersten vier Wettkämpfen zweimal schon nach dem ersten Durchgang ausgeschieden war, stabilisiert er sich immer mehr. Am Freitag hatte der Olympia-Bronzegewinner von der Großschanze dem deutschen Team als Dritter den ersten Podestplatz des Winters beschert. Am kommenden Wochenende will er bei der traditionellen Vierschanzentournee-Generalprobe in Engelberg weiter an seiner Form feilen.

Althaus siegt auf der Hochfirstschanze

Weiter als für Geiger ist der Weg zurück an die Spitze noch für dessen Kumpel Markus Eisenbichler. «Eisei», wie der emotionale Bayer in der Mannschaft genannt wird, belegte am Sonntag mit Sprüngen auf 128,5 und 135,5 Meter als zweitbester Deutscher den neunten Platz. «Ich bin noch nicht ganz so optimistisch. Es ist schon noch viel zu tun», sagte der 31-Jährige nach seinem immerhin besten Saisonresultat. Aus der Ruhe bringen lässt er sich angesichts fehlender Podiumsplätze aber noch nicht. «Ich bin eigentlich sehr entspannt, dafür, dass es noch nicht ganz so gut läuft», sagte er.

Richtig gut läuft es dagegen für Katharina Althaus. Rund zwei Stunden vor dem Springen der Männer siegte die Oberstdorferin an gleicher Stelle. Für die 26-Jährige war es im fünften Einzelwettbewerb der Saison der dritte Podestplatz und der zweite Sieg. Von ihren Teamkolleginnen wurde sie jubelnd durch den Auslauf an der Hochfirstschanze getragen. Althaus übernahm auch die Führung im Gesamtweltcup. «Ich freue mich riesig», sagte sie nach ihren Flügen auf 130 und 137 Meter. «Der zweite Sprung war mega. Da habe ich richtig einen runtergezimmert.» Tags zuvor hatte Althaus mit Selina Freitag, Constantin Schmid und Geiger den dritten Platz im Mixed-Team-Wettkampf belegt.

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