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Giro d'Italia

Kämna bei Bergankunft chancenlos - Buchmann in Schlagdistanz

Blockhaus (dpa)

Das Rosa Trikot ist für Kämna nicht mehr erreichbar. Der Triumphator vom Ätna muss bei der zweiten Bergankunft abreißen lassen. Dafür meldet sich Buchmann zurück.

Von dpa

Jai Hindley (r) vom Team Bora-hansgrohe setzte sich auf der 9. Etappe durch. Foto: Gian Mattia D'alberto/LaPresse/AP/dpa

Für Lennard Kämna ist der Traum vom Rosa Trikot beim Giro d'Italia geplatzt, Emanuel Buchmann hat dagegen Moral bewiesen.

Der frühere Tour-de-France-Vierte war bei der schweren Bergankunft auf der neunten Etappe über 191 Kilometer zum Blockhaus hinauf zwischenzeitlich schon abgehängt, kämpfte sich aber zurück und hielt den Verlust mit 16 Sekunden Rückstand auf seinen siegreichen Bora-hansgrohe-Teamkollege Jai Hindley in Grenzen. Der Australier bescherte indes mit seinem Sieg vor dem Franzosen Romain Bardet und Ex-Giro-Champion Richard Carapaz dem Bora-Team den zweiten Tagessieg bei der Italien-Rundfahrt.

Der bisherige Gesamtzweite Kämna, der auf dem Ätna triumphiert hatte, musste dagegen auf dem 13,6 Kilometer langen Schlussanstieg mit durchschnittlich 8,4 Prozent Steigung abreißen lassen und verlor über vier Minuten. Das Rosa Trikot verteidigte der Spanier Juan Pedro Lopez mit letzter Kraft.

Hindley und Buchmann Kapitäne

Buchmann machte mit seinem siebten Platz einen Sprung auf den neunten Gesamtrang. 1:09 Minuten beträgt der Rückstand auf Lopez. Bei der Kapitänsfrage bei Bora ist unterdessen eine erste Vorentscheidung gefallen. Nachdem der Niederländer Wilco Kelderman viel Zeit verlor, konzentriert sich nun alles auf Hindley und Buchmann.

Ohnehin setzt der Allgäuer auf die letzte Woche, nachdem er nicht mit 100 Prozent in den Giro gegangen war. Schon im vergangenen Jahr war Buchmann in Schlagdistanz zur Spitze, ehe er auf dem sechsten Platz liegend nach einem Sturz ausschied. «Das war eine unglaubliche Etappe. Es war alles dabei. Wilco war früh raus, wir hatten drei Jungs in der Spitzengruppe, Lenni kämpfte um das Rosa Trikot und am Ende gewinnen wir die Etappe», sagte der Sportliche Leiter Jens Zemke.

Kämna hatte am Schlussanstieg verzweifelt versucht, Anschluss zu halten - ohne Erfolg. Schon am Samstag hatte Kämna beim Etappensieg von Ausreißer-König Thomas De Gendt (Belgien) einen Angriff auf das Rosa Trikot gestartet. Doch Lopez war acht Kilometer vor dem Ziel aufmerksam und direkt am Hinterrad des Deutschen.

Am Montag legt der Giro seinen zweiten Ruhetag ein, bevor die zehnte Etappe über 196 Kilometer von Pescara nach Jesi über welliges Terrain folgt.

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