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Champions League

Klopp und Liverpool besiegen Bayern-Schreck Villarreal

Liverpool (dpa)

Nur eine Halbzeit lang können die Defensivkünstler des FC Villarreal dem Dauer-Druck des FC Liverpool standhalten. Dann schlägt die Klopp-Elf zu und und hat Chancen auf vier Titel in dieser Saison.

Von dpa

Sadio Mane vom FC Liverpool jubelt über sein Tor zur 2:0-Führung. Foto: Jon Super/AP/dpa

Jürgen Klopp und der FC Liverpool haben sich auf ihrem Weg zum historischen Titel-Viererpack auch vom Bayern-Schreck FC Villarreal nicht stoppen lassen.

Die Reds kamen im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den Europa-League-Sieger aus Spanien zu einem hochverdienten 2:0 (0:0) und stehen damit vor dem dritten Final-Einzug in fünf Jahren. Bereits am 3. April kann Liverpool im Rückspiel das Weiterkommen für das Endspiel in Paris am 28. Mai perfekt machen. Für Villarreal ist dagegen nach den Erfolgen über Juventus Turin und den FC Bayern ein weiterer Coup in weite Ferne gerückt.

Henderson: «Es gibt noch einiges zu tun»

Eine von Pervis Estupinan ins Tor abgefälschte Flanke von Liverpool-Kapitän Jordan Henderson (53.) und Starstürmer Sadio Mané (55.) besiegelten den Sieg der Klopp-Elf. Damit haben die Engländer weiterhin beste Chancen, erstmals in der Vereinsgeschichte alle vier Titel abzuräumen. Den Liga-Pokal haben sie bereits gewonnen, im FA Cup ist das Finale gegen den FC Chelsea und Thomas Tuchel erreicht, und in der Meisterschaft liegt Liverpool nur einen Punkt hinter dem Dauerrivalen Manchester City.

«Ich bin sehr glücklich, Villarreal ist gut organisiert. Wir wussten, dass es schwer wird. Unser Gegenpressing war richtig gut. Das hat es für den Gegner schwer gemacht, aber das Spiel ist noch nicht vorbei. In Villarreal wird es hart», sagte Henderson und Kollege Andrew Robertson meinte: «Kein Gegentor und zwei Treffer erzielt, wir können uns nicht beschweren. Unsere Intensität war in den letzten Spielen sehr hoch. Unser Spielplan ist hektisch, aber wir genießen es. Es gibt noch einiges zu tun.»

Ein Spektakel wie am Vortag beim 4:3 von Man City gegen Real Madrid im ersten Halbfinale bekamen die Zuschauer nicht zu sehen. Damit hatte Klopp auch nicht gerechnet. Denn Villarreal war vom gewieften Coach Unai Emery, der 31 seiner letzten 37 K.o.-Duelle im Europacup gewann, in der ersten Halbzeit bestens auf den Power-Fußball der Reds eingestellt worden. Erst in der zweiten Halbzeit waren die spanischen Defensivkünstler dem Dauer-Druck nicht mehr gewachsen und konnten mit dem Ergebnis noch zufrieden sein.

Beschäftigungsloser Abend für Liverpools Keeper

Bis dahin war bei Klopp Geduld gefragt. Denn der Tabellensiebte der Primera Division verstand es bestens, das Tempo zu verschleppen, den Spielfluss der Engländer zu brechen und in der Defensive kompakt zu verteidigen. Dazu hatten die Spanier im ersten Durchgang noch das nötige Glück wie etwa beim Distanzschuss von Thiago an den Pfosten (42.).

Auch fehlte es den beiden Liverpooler Offensivstars Mané (12./33.) und Mohamed Salah (27./35.) bei ihren Chancen an Präzision. 12:0-Torschussversuche nach 35 Minuten drückten aber die Einseitigkeit des Spiels aus. Für LFC-Torhüter Alisson war es ein nahezu beschäftigungsloser Abend.

Das Klopp-Team wurde trotz des erfolglosen Anlaufens nicht nervös, erhöhte im zweiten Durchgang noch einmal den Druck und wurde vom eigenen Anhang nach vorne gepeitscht. Plötzlich war die magische Anfield-Stimmung da, und Villarreal taumelte wie ein angeschlagener Boxer.

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