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Europa League

«Pure Freude»: Union im Elfmeterglück gegen Braga

Berlin (dpa) –

Wie gegen Malmö FF verhilft ein Elfmeter Union Berlin auch gegen Sporting Braga zum knappen Sieg. Nun ist für die Eisernen der Einzug in die K.o.-Runde der Europa League greifbar.

Arne Richter und Sabrina Szameitat, dpa

Bragas Keeper (l) kann das Freistoßtor durch Union Berlins Robin Knoche (nicht im Bild) nicht verhindern. Foto: Andreas Gora/dpa

Rani Khedira eilte unmittelbar nach dem Abpfiff zu Robin Knoche, auch Torwart Frederik Rönnow bedankte sich zügig beim Strafstoß-Experten vom 1. FC Union Berlin. Nach seinem umjubelten Siegtreffer per Handelfmeter (68. Minute) war das Lächeln in Knoches Gesicht auch lange nach dem 1:0 (0:0)-Sieg gegen Sporting Braga nicht verschwunden. 

«Pure Freude, Erleichterung. Gerade wenn du so ein Spiel hast, was nicht gerade chancenreich war. Da nimmst du natürlich so einen Elfmeter gerne mit», sagte Knoche. «Wir haben heute den Lucky Punch gesetzt und haben jetzt alles in der eigenen Hand.»

«Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns»

Dank des wichtigen Erfolges hat der Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga die Chance auf den Einzug in die K.o.-Runde der Europa League bewahrt. Die Eisernen zogen in der Gruppe D am portugiesischen Spitzenclub vorbei auf Platz zwei. Knoche hatte schon gegen Malmö FF per Elfmeter für den 1:0-Erfolg gesorgt.

«Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns», sagte Berlins Abwehrspieler Diogo Leite. «Es fehlt noch ein Spiel, und wir werden versuchen, es zu gewinnen.»

Mit einem weiteren Sieg beim bereits für das Achtelfinale qualifizierten Spitzenreiter Union Saint-Gilloise am 3. November wäre Union sicher weiter in der Europa League dabei. Schon ein Remis in Belgien könnte aber wieder den Sturz auf Platz drei bedeuten. Dann bliebe nur die Teilnahme an der Conference League als Trostpreis.

Ein riesiges goldenes Transparent hatten die Union-Fans auf mehr als der halben Stadion-Länge am Zaun aufgehängt. Darauf war von der in der Club-Hymne besungenen eisernen Legende zu lesen. Ein «Donnerhall», der demnach einst durch Köpenick dröhnte, war das Berliner Spiel aber nicht. Der «Zugriff», den Trainer Urs Fischer von der ersten Minute an gefordert hatte, gelang nicht. 

Union musste ins Risiko gehen

Braga, das einen Sieg nicht zwingend brauchte, reichte eine passabel gestaffelte Formation, um die begrenzten Offensivbemühungen Unions zu kontrollieren. Ein Kopfball von Morten Thorsby nach einer halben Stunde war die erste Annäherung ans Braga-Tor. Kapitän Christopher Trimmel (40.) köpfte dann aus aussichtsreicherer Position drüber. Die Portugiesen hatten ihrerseits zwei mäßig gefährliche Schusschancen durch Ricardo Horta (32.) und Abel Ruiz (36.). Gehobenes europäisches Niveau hatte dieses Spiel wahrlich nicht.

Fischer brachte für die zweite Halbzeit Andras Schäfer für Thorsby. Der Ungar sollte mit seinen technischen Fähigkeiten für mehr Überraschungsmomente sorgen. Union rückte mehr auf, man musste schließlich ins Risiko gehen. Zunächst sorgte das aber vor allem für mehr Raum für die Portugiesen, ihre von Fischer als Gefahr beschworenen Konter zu fahren. Für die Wende zum Guten für Union sorgte der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Craig Pawson nach einem Handspiel von Fabiano nach Videobeweis. 

Glück hatte Union kurz vor Schluss, als Torwart Frederik Rönnow ein Freistoß der Portugiesen durch die Finger rutschte, der Ball aber über das Tor ging. 

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