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Kommentar zum Tod der Olympiasiegerin

Rosi Mittermaier war eine Ski-Ikone, aber noch viel, viel mehr

Münster

Rosi Mittermaier war nicht nur eine überaus erfolgreiche Skisportlerin, sondern auch eine Seele von Mensch. Sie mochte nie Star sein, gerade dies trug zu einer außergewöhnlichen Popularität bei. Ein Kommentar.

Von Wilfried Sprenger

Rosi Mittermaier im Weltcup 1971/72 in Oberstaufen Foto: Imago/WEREK

Die Eltern gaben ihr die Vornamen Rosa Katharina. Für die Öffentlichkeit war sie kurz „die Rosi“. Und als sie 1976 Doppel-Olympiasiegerin wurde, setzten alle gemeinsam noch ein „Gold“ davor. Rosi Mittermaier war eine Ski-Ikone, aber noch viel, viel mehr.

Beileibe nicht nur die Brettl-Szene erinnert sich und trauert. Weil „die Gold-Rosi“ auch im Erfolg immer die geblieben ist, die sie war: bodenständig, bescheiden, unverstellt, respektvoll, herzlich. Ihre Fröhlichkeit war ansteckend und mitreißend. Sie hat die Menschen geliebt. Und die Menschen sie: In den vier Wochen nach den Triumphen 1976 in Innsbruck habe ihr der Postbote 40 000 Briefe ins Haus gebracht, hat sie einmal erzählt. Das Elternhaus auf der Winklmoos-Alm erfuhr in dieser Zeit so hohe Besucherzahlen, dass die Familie in den ersten Stock zog, um ihre Privatsphäre zu schützen.

Noch im Sommer 1976 trat Rosi Mittermaier vom Skisport zurück. Ihrer außergewöhnlichen Popularität tat dies keinen Abbruch. In Fernsehshows blieb sie an der Seite ihres Ehemannes Christian Neureuther volksnah. Ihr gesellschaftliches Engagement war herausragend.

Rosa Katharina Mittermaier bleibt in vielerlei Beziehung als wahres Vorbild in Erinnerung.

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