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Formel 1 in Ungarn

Verstappen hinter Ferrari - Vettel Trainings-Siebter

Budapest (dpa)

Ferrari ist in Budapest schneller als Max Verstappen. Im Training dominieren Charles Leclerc und Carlos Sainz. In der Qualifikation für das Rennen in Ungarn werden andere Bedingungen herrschen.

Von Thomas Wolfer, dpa

Max Verstappen reihte sich im Training in Ungarn hinter den beiden Ferraris ein. Foto: Darko Bandic/AP/dpa

Formel-1-Weltmeister Max Verstappen muss sich auch im letzten Rennen vor der Sommerpause gegen die starke Konkurrenz von Ferrari wehren.

Der niederländische Red-Bull-Star hatte im Training in Budapest das Nachsehen und reihte sich erst hinter den beiden Autos der Scuderia ein. Die schnellste Zeit auf dem Hungaroring fuhr Ferrari-Star Charles Leclerc. In 1:18,445 Minuten landete der Monegasse 0,231 Sekunden vor seinem Teamkollegen Carlos Sainz aus Spanien. Bei heißen Temperaturen von bis zu 34 Grad hatte Verstappen direkt dahinter 0,283 Sekunden Rückstand auf Leclerc.

In den Großen Preis von Ungarn am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) geht Verstappen mit einem großen Vorsprung von 63 Punkten auf Herausforderer Leclerc. Nie zuvor ist ein Pilot nicht Weltmeister geworden, wenn er zu diesem Zeitpunkt im Jahr schon so ein komfortables Polster hatte. «Ich erwarte Ferrari sehr stark hier», sagte Verstappen trotzdem.

Schlechte Bedingungen in der Qualifikation erwartet

Gerade in der Qualifikation am Samstag könnten Leclerc und Sainz dem Titelverteidiger gefährlich werden. Hinzu kommt die Unsicherheit um das wechselhafte Wetter. Während des Qualifyings könnte es stark regnen oder sogar gewittern, beim Grand Prix selbst wieder deutlich wärmer und trockener werden.

Diese für die Teams komplizierte Wetterlage mit einigen starken Veränderungen könnte auch Sebastian Vettel helfen. Auf seiner zehn Rennen dauernden Abschiedstour bis Mitte November wurde der 35-Jährige im Training starker Siebter und würde auf dem Hungaroring gerne in die Punkteränge fahren. Am Donnerstag hatte der Hesse angekündigt, seinen Vertrag bei Aston Martin nicht verlängern zu wollen und stattdessen nach gut 15 Jahren in der Formel 1 am Saisonende zurückzutreten.

Sommerpause nach Ungarn-GP

Zwei seiner insgesamt 53 Grand-Prix-Siege feierte Vettel in Ungarn, nämlich 2015 und 2017 jeweils im Ferrari. Seit seinem Wechsel zu Aston Martin im Vorjahr konnte er kein Rennen mehr gewinnen und beendet auch deswegen seine Laufbahn, weil in naher Zukunft kaum entscheidende Verbesserungen möglich sind. «Ich habe noch genug Motivation für die letzten Rennen und die Fitness ist auch kein Problem», sagte der viermalige Weltmeister Vettel. Nach diesem Großen Preis beginnt eine gut dreiwöchige Pause, ehe es Ende August mit dem zweiten Teil der Saison im belgischen Spa-Francorchamps weitergeht.

In der Gesamtwertung liegt der Heppenheimer als 14. nur drei Punkte vor seinem Kumpel Mick Schumacher, der mit einem guten Ergebnis erstmals in seiner Laufbahn am Altmeister vorbeiziehen könnte. Im Training steuerte der 23-Jährige seinen Haas-Rennwagen auf Position 17. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher dürfte 2023 der einzige deutsche Formel-1-Fahrer sein. Allerdings muss der Youngster seinen Vertrag erst noch verlängern. Laut eigener Aussage beschäftigt er sich derzeit nicht mit einem Wechsel als Nachfolger von Vettel zum englischen Traditionsrennstall Aston Martin.

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