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Auslosung in Auckland

WM 2023: DFB-Frauen gegen Kolumbien, Marokko und Südkorea

Auckland (dpa)

Die Fußball-WM 2023 findet für das deutsche Team - so oder so - nur in Australien statt, die Auslosung lässt keine Konstellation mit Neuseeland zu. Die Gegner kommen aus Afrika, Asien und Südamerika.

Ulrike John

Die Auslosung für die WM 2023 fand im neuseeländischen Auckland statt. Foto: Alan Lee/Photosport/AP/dpa

Eine eher leichte Gruppe für die deutschen Fußballerinnen bei der Weltmeisterschaft 2023 und keine Hin- und Herfliegerei zwischen Australien und Neuseeland: Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat die Vorrunden-Auslosung im Aotea Centre von Auckland zufrieden verlassen können.

Auf die Vize-Europameisterinnen warten beim Turnier im nächsten Jahr erst mal Marokko, Kolumbien und Südkorea als Gegner. «Wir freuen uns darauf, dass wir drei ganz unterschiedliche Mannschaften haben, die uns vor unterschiedliche Aufgaben stellen werden. Aber die wollen wir lösen, von daher geht es jetzt in die Vorbereitung», sagte Voss-Tecklenburg.

Die DFB-Frauen bestreiten bei der WM vom 20. Juli bis 20. August nicht nur ihre drei Spiele der Gruppe H, sondern alle möglichen Partien in Australien, wo die Entfernungen zwischen den Spielorten allerdings beträchtlich sind. Mögliche Gegnerinnen der Vize-Europameisterinnen im Achtelfinale sind Frankreich und Brasilien. Auf Titelverteidiger USA kann Deutschland theoretisch erst im Spiel um Platz drei oder im Finale treffen. Die deutsche Auswahl entging schweren Gruppengegnern wie Olympiasieger Kanada, Brasilien und die ehemaligen Weltmeisterinnen aus Japan und Norwegen. Die jeweils beiden Gruppenbesten der acht Vierergruppen kommen weiter.

DFB-Auftaktspiel in Melbourne

Das Auftaktspiel trägt das deutsche Team gegen Marokko am 24. Juli in Melbourne aus. Am 30. Juli geht es für den Weltmeister von 2003 und 2007 in Sydney gegen Kolumbien, am 3. August in Brisbane gegen Südkorea. Alle drei Gegner belegten in diesem Jahr bei ihren kontinentalen Titelkämpfen den zweiten Platz.

«Wir werden auf drei sehr unterschiedliche Mannschaften treffen», meinte Joti Chatzialexiou, der Sportliche Leiter Nationalmannschaften im DFB. Man wolle sich «keinen Ausrutscher in der Vorrunde erlauben», das Ziel sei, «die Gruppe zu gewinnen und in der K.o.-Runde dann möglichst erfolgreich zu sein».

Südkorea bezeichnete Voss-Tecklenburg als «sehr spielstarke Mannschaft, die technisch feinen Fußball spielt.» Die 54-Jährige verwies auch auf den Chefcoach der Asiatinnen: Der gebürtige Engländer Colin Bell (61) spielte einst beim FSV Mainz 05, trainierte unter anderem die Männer des SV Waldhof Mannheim und die Frauen des 1. FFC Frankfurt. Kolumbien sieht die Bundestrainerin als Mannschaft «mit viel Herzblut und Leidenschaft» und «einem ganz anderen Spielstil». Gegen WM-Neuling Marokko habe man noch nie gespielt.

Erstmals WM mit 32 Teams

Die Anstoßzeiten der Partien werden erst noch festgelegt, die Spiele finden wegen der Zeitverschiebung in der deutschen Nacht oder am frühen Morgen statt. Die neunte WM-Auflage wird erstmals mit 32 Mannschaften (bisher 24) ausgespielt. Im Eröffnungsspiel fordert Neuseeland die Norwegerinnen.

Die DFB-Frauen waren ebenso wie die beiden Gastgeber-Auswahlteams, Europameister England, Titelverteidiger USA, Schweden, Spanien und Frankreich in Topf 1 als Gruppenköpfe gesetzt. Drei Teilnehmer werden erst noch bei den Play-offs im Februar ermittelt, Kandidaten sind unter anderem Panama und Papua-Neuguinea. Vier Spielorte liegen in Neuseeland, fünf in Australien. Das Finale ist in Sydney.

Bei der WM 2019 in Frankreich war Deutschland im Viertelfinale gegen Schweden ausgeschieden. Zuletzt glänzten die DFB-Frauen aber bei der EM in England und unterlagen erst im Finale dem Team der Gastgeberinnen.

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