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Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften der B-Junioren

Aus Rivalen werden Freunde: Warum die JSG Eintracht/Mauritz Erfolg hat

Münster

Was tun, wenn zwei benachbarte Vereine personelle Probleme haben? Richtig, eine Spielgemeinschaft gründen. Das taten die Rivalen Eintracht Münster und der SV Mauritz vor drei Jahren – mit Erfolg, wie sich auch bei den Stadtmeisterschaften zeigt.

Von Michael Schulte

Gemeinsam stark: Die B-Junioren-Fußballer vom SV Mauritz und Eintracht Münster zeigten in der Halle Klasse und erreichten souverän die Endrunde der Stadtmeisterschaften. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Idee ist nicht neu, aber gut. Und wenn es dann mit der Ausführung auch noch klappt, dann kann man nicht meckern. Ganz im Gegenteil. Dann muss man den Leuten auf die Schulter klopfen, die vor gut drei Jahren die Köpfe zusammensteckten und etwas sehr Positives für ihre beiden Fußballvereine zustande brachten.

Achim Fränzer (Eintracht Münster) und Dario Wehrning (SV Mauritz) machten sich so ihre Gedanken über ihre Jugendfußballer, die in den Altersklassen C-, B- und A-Junioren personelle Probleme hatten. Zum Training langte es, zum Meisterschaftsbetrieb nicht. Bei beiden Clubs. Natürlich war eine Fusion naheliegend, aber ausgerechnet zwischen diesen beiden rivalisierenden Vereinen aus dem Mauritz-Viertel?

Nur in einem Bereich gibt's noch Konkurrenzkampf

Die beiden Koordinatoren der zwei Clubs hatten ganz schnell Eintracht-Sportvorstand Josh Beuse auf ihrer Seite, der alsbald „grünes Licht“ gab. Und weil auch der SV Mauritz dieser neuen Liaison insgesamt positiv gegenüber eingestellt waren, wurde das Unternehmen gestartet. „Und es läuft super.“ Chris Preuß muss es wissen, ist er doch die drei Jahre als Trainer dabei. „Es ist ein Geben und Nehmen. Mal verstärken die Eintrachtler die Mauritzer, mal ist es umgekehrt.“

Das Resultat kann sich sehen lassen. Drei Mannschaften in den drei Altersklassen, die sportlich mitmischen, sich privat gut verstehen und als Spielgemeinschaft harmonieren. Preuß, ein Mauritzer, macht allerdings keinen Hehl daraus, dass die große die Liebe zwischen Eintracht und dem SV bei den Seniorenkickern in der Kreisliga A erst noch entwickelt werden muss. „Dort befindet man sich schon noch im Konkurrenzkampf.“

Chris Preuß erlebt dieses Jahr seine sechste Stadtmeisterschaft als Trainer, seine B-Junioren hingegen feiern ihr Debüt. „Auch wenn wir hier den jüngeren B-Jugend-Jahrgang ins Rennen schicken, so möchten wir doch die Endrunde erreichen“, ging man durchaus selbstbewusst die Aufgabe an. Zum Auftakt in ihrer Vorrundengruppe D hatten sie den Westfalenligisten aus Gievenbeck am Rande einer Niederlage, ehe dann doch noch 3:4 verloren wurde. Aber danach lief es rund mit Siegen über Nienberge, Roxel und den ESV. Hinter Gruppensieger Gievenbeck und vor Roxel durfte die junge JSG den Einzug in die Endrunde feiern. Wie sagte doch Chris Preuß? „Es läuft super.“

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