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Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften

Amelsbüren sorgt für grün-weiße Party in Berg Fidel, Roxel geht k.o.

Münster

GW Amelsbüren verwandelte die Halle Berg Fidel am Mittwochabend in eine Partyzone. Der A-Ligist schaffte in Zwischenrundengruppe I sensationell den Sprung in die Endrunde. Der BSV Roxel hingegen enttäuschte.

Amelsbürens Leon Münsterkötter überwindet Roxels Keeper Joshua Hermes mit einem ganz feinen Heber zum 6:1 im ersten Gruppenspiel. Schon damit waren die Weichen für die Sensation des A-Ligisten gestellt. Foto: Peter Leßmann

Um 21.19 Uhr baute sich die Truppe von GW Amelsbüren vor der Fankurve auf, ließ eine La-Ola-Welle folgen und zog dann lautstark feiernd zur Textzeile „Da simma dabei, dat is prima“ aus dem Höhner-Klassiker „Viva Colonia“ in die Kabine ein. Trainer André Frankrone stand nach dem Krimi-Finale die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben.

Im letzten Gruppenspiel durfte Amelsbüren gegen den UFC Münster maximal mit zwei Toren Unterschied verlieren und lag zwischenzeitlich tatsächlich 0:2 hinten. Dann drehte der A-Ligist die Partie – 3:2, 3:4, 4:4. Das reichte zum sensationellen Einzug in die Endrunde, der UFC war raus. „Wir sorgen auch dann für einen Krimi, wenn das gar nicht nötig ist“, meinte Frankrone. „Dass wir am letzten Tag noch dabei sind, ist für einen A-Ligisten eine geile Sache und für Amelsbüren ein Riesen-Ausrufezeichen.“

Frankrone hat Final-Karten übrig

Dabei fehlten in der Zwischenrunde mit Moritz Leisgang und Emmanuel Boryor zwei wichtige Akteure, die am Montag noch dabei gewesen waren. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir den Sprung in die Endrunde schaffen. Meine Sitzplatzkarte kann jetzt jemand anders haben“, sagte Frankrone. Aber Amelsbürens Coach erklärte auch: „Wir kommen am 30. Dezember nicht in die Halle, um mit null Punkten auszuscheiden – jetzt ist das Halbfinale unser Ziel.“

Für den Landesligisten BSV Roxel war die Zwischenrunde bereits nach dem ersten Auftritt mehr oder weniger gelaufen. Das derbe 1:6 gegen Amelsbüren war nicht mehr umzubiegen. „Mit einer Leistung wie in der ersten Partie brauchst du in der Zwischenrunde gar nicht antreten“, sagte Christoph Lübke, der diesmal den BSV-Trainer gab. Er selbst konnte nach Innenmeniskusriss und Knorpelschaden nicht in Berg Fidel auflaufen.

Lübke: „Das war eigentlich schon der K.o.“

Im Duell mit Amelsbüren sah Lübke „quasi fünf Eigentore“ seines Teams. In der Tat lief der BSV zweimal mit Überzahl aufs GWA-Gehäuse zu, verpasste aber jeweils den Querpass. Amelsbüren nutzte hingegen jede Chance eiskalt aus – und führte schnell mit 4:0. „Auch wenn wir uns gegen Preußen etwas ausgerechnet haben, war das eigentlich schon der K.o. für uns“, meinte Lübke. Das 6:3 gegen den UFC war letztlich nur ein kleiner und zeitlich begrenzter Hoffnungsschimmer.

Den Trainerposten gibt Lübke gerne wieder her – mit Marco Weitz hat der abstiegsbedrohte Landesligist erst vor drei Tagen ohnehin einen Nachfolger für Oliver Logermann verpflichtet. „Ich war nach meiner Verletzung froh, dass ich überhaupt bei den Stadtis dabei sein durfte“, sagte Lübke, aber ergänzte auch: „Nächstes Jahr bin ich hoffentlich wieder als Spieler dabei.“

Einer Machtdemonstration kam hingegen gleich, was Titelverteidiger Preußen II am Mittwochabend zeigte. Erst sechs Treffer gegen den UFC, dann sieben gegen Amelsbüren. Der Champion der letzten drei Stadtmeisterschaften machte deutlich: Auch in diesem Jahr führt an ihm (wohl) kein Weg vorbei. Besonders heiß war Torjäger Luca Steinfeldt, der fünf der 17 SCP-Treffer erzielte. Seine sieben Turniertore reichen für Platz zwei in der Knipser-Kartei.

Im Vergleich zur Vorrunde hatte Hallen-Coach Marco Töller – sonst Assistent von Kieran Schulze-Marmeling – Ali Cirak, Tom Sikorski und Elias Demirarslan neu dabei. Jano ter Horst fehlte hingegen. Auch in dieser Besetzung ließen die Jungadler ihre Gegner kaum an die Murmel kommen, einzig Roxel hielt das Geschehen im dritten Spiel zumindest zeitweise offen, glich zwischendurch aus. Am Ende aber gab’s ein 1:4 – und damit das Aus für den Landesligisten.

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