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Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften

Kleinstes Feld seit fast 40 Jahren - diesen Ex-Champion gibt‘s nicht mehr

Münster

Das Teilnehmerfeld der Stadtis ist in diesem Jahr so klein wie seit 1983 nicht. Das liegt vor allem daran, dass es für die kleinen Clubs immer komplizierter wird, sich zu behaupten. So gibt es auch einen Ex-Champion inzwischen nicht mehr...

Die Sportfreunde Münster, hier (v.l.) Matthias Röwekamp, Sven Meyfarth und Keeper Mario Pires dos Santos, sorgten vor knapp 15 Jahren für Furore. Längst ist der Verein aufgelöst. Foto: pl

Das Centro Espanol packt es doch noch und ist trotz Abmeldung aus der Kreisliga C bei der Stadtmeisterschaft am Ball. Weil aber etwa Polonia (bisher nur 2018 dabei) und der potenzielle Debütant ASEC Münster aufgrund von Urlauben der Spieler in ihren Heimatländern keine Mannschaft stellen, ist das Teilnehmerfeld so klein wie seit 1983 nicht. Das liegt vor allem daran, dass es für die kleinen Clubs immer komplizierter wird, sich infrastrukturell, wirtschaftlich und vor allem personell zu behaupten. Ein eigenes Gelände hatten die wenigsten der Vereine, die in der ruhmreichen Historie des Turniers mal dabei waren, nun aber in der Versenkung abgetaucht sind.

Der BFV 72 Münster war 1983 sogar mal Champion, verschwand aber 2009 endgültig von der Bildfläche. Von den Protagonisten der ersten Auflage 1977 gibt es NK Adria nicht mehr. Germania Mauritz, Gewinner von 1985, und der Telekom-Post SV haben zum SV Mauritz fusioniert. Teutonia Coerde existiert weiterhin, hat aber aktuell keine Senioren-Mannschaft.

Zahlreiche Vereine nicht mehr dabei

Nicht mehr am Ball sind Vereine wie der TSV Angelmodde, der PSV Münster, der Türkische JV, das Portugiesische FZ, der Clube Juventude, der FC Sunup (nur 1986 aufgelaufen), das Centro Italiano, der FC Osthuesheide, Fortuna Münster, Afro Latino, KF Kosova, der FC Marokko, der FC Nova Bosna, der FC San Diego, der FC Roma, SW Münster, der Treffpunkt Waldsiedlung, Portu Münster, der Birati Club oder die Kickers Münster, die es 2014 auf exakt eine Teilnahme in der Qualifikation brachten.

Selbst die Sportfreunde Münster, die 2009 Dritter waren, gibt es schon seit zehn Jahren nicht mehr. Der SC Türkiyem war seit 2002 eine feste Größe und fehlt nun erstmals. Sogar die SG Dyckburg, die auch als C-Ligist einen festen Platz hatte und 1983 bei ihrer Premiere immerhin Platz drei belegte, musste für 2022 absagen.

Meiste Teilnehmer 2008

Die meisten Teilnehmer gab es zur Boomzeit 2008, damals waren 42 Mannschaften beteiligt. Heute haben nur noch 29 gemeldet, die Ex-Stadtis-Flemmer füllen auf 30 auf, doch das angestrebte 32er-Feld ist wohl auf lange Sicht nicht mehr erreichbar.

Coerde, Portu, Türkiyem, Dyckburg und der aus der Meisterschaft ausgeschlossene Rroma Kultur Verein – das sind die fünf Namen, die im Vergleich zu 2019, als noch 33 Teams starteten, weggebrochen sind. Aber es gibt auch einen Debütanten Athletico Union ist erstmals dabei und tritt als 60. Club auf die Bühne. Ganz aussichtslos ist die Sache für die Zukunft also nicht. Auch wenn Gastgeber 1. FC Gievenbeck sich schon mit einem möglicherweise anderen Modus für die Zukunft rüsten möchte.

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