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Volleyball: Bundesliga

USC erwartet Gegner auf Augenhöhe

Münster

Nach der deutlichen Niederlage in Stuttgart gilt für den USC: Mund abputzen und weitermachen. Mit den Spielen gegen Wiesbaden und Aachen warten auf die Volleyballerinnen nun zwei wichtige Begegnungen, die laut Sportchef Ralph Bergmann die Richtung angeben werden.

Von Wilfried Sprenger

Fokussiert auf den Ball: Marta Hurst. In Stuttgart hatte der USC durchgängig Druck. Im Heimspiel gegen Wiesbaden strebt er den dritten Saisonerfolg an. Foto: PIX-Sportfotos

Im Dezember vergangenen Jahres blies der USC Münster Trübsal. Kurz vor Weihnachten schloss der Volleyball-Bundesligist die Hinrunde mit einem 2:3 in Erfurt ab. Er blieb danach frustrierter Vorletzter, lumpige acht Punkte trugen die Unabhängigen während der kompletten Halbserie zusammen. Diese Bilanz kann das neu formierte Team aktuell schon am vierten Spieltag verbessern. Im Heimspiel gegen den VC Wiesbaden an diesem Samstag (19 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) sind die Zähler sieben, acht und neun zu gewinnen. Es ist eine reizvolle Herausforderung, der sich natürlich auch das Gästeteam stellt, das seinerseits im Erfolgsfall zum USC aufschließen kann.

Stuttgart ist nicht der Gradmesser

So früh in der Saison liegt das Feld noch dicht beisammen. Gleichwohl haben die ersten drei Runden schon Fingerzeige gegeben. Aufsteiger Neuwied und Straubing werden sich wohl dauerhaft im Tabellenkeller aufhalten. Münster hat die Pflichtaufgaben gegen diese Clubs gelöst, ehe Stuttgart dafür sorgte, dass in der westfälischen Hochburg niemand auf allzu kühne Gedanken kommen konnte. Beim 3:0 in nur 71 Minuten wurde der USC konsequent eingebremst, nur im ersten Durchgang begegnete er dem Meisterschaftsfavoriten auf Augenhöhe. „Wir haben uns den Mund abgeputzt und werden weitermachen. Gegen Stuttgart wird es vielen anderen Mannschaften ähnlich gehen. Das ist nicht das Regal, in das wir reinfassen können“, konstatierte Sportchef Ralph Bergmann.

Es warten richtungsweisende Partien

Weitere   Aufschlüsse zum eigenen Standort im Zwölferfeld wird der USC in den nächsten Begegnungen erhalten – sieben Tage nach der Begegnung mit Wiesbaden tritt Münster in Aachen an. „Diese Spiele sind richtungsweisend. Es ist unser Ziel, in beiden Spielen etwas mitzunehmen“, sagt Bergmann. Möglicherweise wird Zuspielerin Katerina Valkova an diesem Samstag ihr Startdebüt geben. Die tschechische Nationalspielerin hatte in Stuttgart nach auskurierter Verletzung erste Einsatzzeiten. „Es geht ihr gut“, versichert Bergmann.
Wiesbaden galten zum Saisonauftakt die Schlagzeilen. Beim 3:0-Coup über den Dresdner SC wuchsen vor allem Lena Große Scharmann und Laura Künzler über sich hinaus. Die Topleistung konnte der einzige hessische Bundesligist später nicht mehr bestätigen. In Erfurt und gegen Vilsbiburg mussten die Schützlinge von Ex-USC-Coach Benedikt Frank jeweils in 1:3-Niederlagen einwilligen. „Wiesbaden wird sehr heiß sein. Wir brauchen viel Energie. Wenn wir gut aufschlagen und im Block und in der Abwehr ordentlich arbeiten, sehe ich gute Chancen, das Spiel erfolgreich zu gestalten“, so Bergmann. Natürlich bedarf es auch einer seriösen Angriffsleistung. Gegen Stuttgart blieb der USC sehr oft im MTV-Block hängen. Aber das war ja auch ein Gegner aus dem obersten Liga-Regal.

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