Volleyball: Bundesliga Frauen

0:3 in Aachen – der USC Münster verpasst die Playoffs

Münster

Die letzte Chance, sich doch noch für die Playoffs zu qualifizieren, ist für den USC Münster dahin. Mit 0:3 (22:25, 23:25, 24:26) unterlagen die Unabhängigen nach einer schwachen Leistung bei den Ladies in Black Aachen und können damit nicht mehr unter die besten acht Teams der Bundesliga rutschen.

Henner Henning

Zu selten kamen Juliane Langgemach – Münsters Mittelblockerin schmettert hier an Jana Poll und Eline Timmermann (r.) vorbei – erfolgreich zum Zug. Der USC unterlag Aachen 0:3 und verpasst damit die Playoffs. Foto: Wolfgang Birkenstock

Für den USC Münster ist die Saison 2020/21 am kommenden Samstag (13. März) nach dem Abschluss der Hauptrunde beendet. Nach der 0:3 (22:25, 23:25, 24:26)-Niederlage bei den Ladies in Black Aachen sind die Unabhängigen aus dem Kreis der Playoff-Bewerber ausgeschieden, die Aachenerinnen dagegen lösten so gut wie sicher ihr Ticket für die Saisonverlängerung. „Wir sind natürlich alle nicht happy, das ist enttäuschend“, sagte USC-Trainer Ralph Bergmann nach den 85 Minuten Spielzeit im Dreiländereck.

Der für beide Teams bescheidende Saisonverlauf und der Spielplan hatte ein kleines Finale um Platz acht vorgesehen, in das Münster mit schlechten personellen Voraussetzungen ging. Neben der Dauerpatientin Helo Lacerda (Achillessehnenriss) fehlten in Aachen auch Topscorerin Anika Brinkmann (Rücken) und Linda Bock (Knieverletzung) – zwei wichtige Stützen des USC-Ensembles, das denkbar schlecht in die Partie startete. Gleich die ersten vier Punkte schnappten sich die Ladies in Black, erst Juliane Langgemach ließ die Westfälinnen erstmals jubeln. Diesem Rückstand lief Münster in Durchgang eins dauerhaft hinterher (5:9, 11:14), rückte einzig nach einem Punkt von Kapitänin Barbara Wezorke zum 13:15 mal auf zwei Zähler heran. Aachen transportierte seinen Vorsprung souverän und machte nach 24 Minuten mit dem 25:22 den ersten Schritt in Richtung Playoffs.

Zaghafte Reaktion

Die Unabhängigen aber zeigten eine zaghafte Reaktion, gestalteten dank des nun stabileren Side-Outs das Geschehen offen – und führten zur Satzmitte mit 10:8. Doch ein 0:4-Lauf, den erst Nele Barber beendete, brachte den Gast wieder ins Hintertreffen. Eine Führung wollte Münster nicht mehr glücken, nach Sarah van Aalens Aufschlagpunkt zum 18:19 auch nicht einmal mehr ein Ausgleich.

Die Hoffnung, doch noch irgendwie unter die besten acht Bundesliga-Teams zu rutschen, schrumpfte mehr und mehr. Erst recht nach dem neuerlichen Fehlstart (3:9 nach 3:2). Der USC aber stemmte sich mit seinen zur Verfügung stehenden Mitteln, wollte nicht kampflos das Feld in Aachen räumen.

Aachen öffnet noch einmal die Tür

Und tatsächlich öffneten die nur bedingt überzeugenden Ladies in Black die Tür für ein Comeback noch zweimal. Erst ließen sie den Gast auch durch zwei zwingenden Aufschlägen von Youngster Mia Kirchhoff und den daraus folgenden Punkten von Barber und Langgemach auf 11:12 herankommen, um es dann nach dem 24:20 und vier vergebenen Matchbällen unnötig spannend zu machen. Nummer fünf aber saß, nachdem Barber am LiB-Block gescheitert war. Münster hatte verloren und muss nun nach dem Pflichtprogramm gegen Erfurt in die Zuschauerrolle. „Wir haben einfach schlecht gespielt. Aachen zwar auch, aber sie haben weniger Fehler gemacht“, meinte Bergmann. Und das reichte, um den USC ohne Satzgewinn auf die Heimfahrt zu schicken.

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