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Volleyball: Bundesliga Frauen

0:3 in Stuttgart – der mutige Auftritt des USC Münster bleibt unbelohnt

Münster

Sie haben gekämpft und alles reingehauen, dabei schon vor dem ersten Ballwechsel einen weiteren personellen Rückschlag hinnehmen müssen. Am Ende unterlag der USC Münster beim Allianz MTV Stuttgart mit 0:3, durfte aber erhobenen Hauptes die lange Rückreise antreten.

Katerina Valkova zeigte mit den Unabhängigen gegen Stuttgart um die ehemalige USC-Kapitänin Barbara Wezorke (l.) und Maria Segura beim 0:3 eine ansprechende Leistung. Foto: Imago/Pressefoto Baumann

Einen klaren Auftrag hatte Trainerin Lisa Thomsen ihren Schützlingen für das Gastspiel in der Scharrena mit auf den Weg gegeben. Mutig, intensiv und einsatzfreudig mögen sie sich bitte beim Allianz MTV Stuttgart präsentieren, um dem ungeschlagenen Spitzenreiter irgendwie „auf die Nerven zu gehen“. Und ihre Schützlinge setzten die Vorgabe um, der USC Münster wehrte sich am Mittwochabend beim 0:3 (23:25, 22:25, 17:25) lange tapfer, ließen erst zum Ende abreißen. „Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert und hätten einen Satz verdient gehabt“, sagte Thomsen nach den 87 Minuten.

Als Außenseiter, aber nach dem 3:0-Erfolg gegen die Roten Raben Vilsbiburg mit „Rückenwind“ und mit „Selbstvertrauen“ (Thomsen) war der Bundesligist ins Schwabenland gefahren, wollte dort unbedingt an die bislang beste Saisonleistung vom vergangenen Samstag anknüpfen. Und das taten die Unabhängigen, die mit Nikolina Maros für die beim Warmmachen umgeknickte Juliane Schröder im Mittelblock spielten, auch. Nachdem Zuspielerin Katerina Valkova die Begegnung mit einem Netzroller-Ass eröffnet hatte, untermauerte Iris Scholten mit ihren ersten beiden Punkten Münsters Ambitionen. 3:0, das ließ sich gut an – und ging gut weiter. Zwar glich die ehemalige USC-Kapitänin Barbara Wezorke erstmals für den Favoriten aus, als sie mit ihrem Angriff zum 6:6 Scholten im Gesicht traf. Doch der Gast blieb unangenehm, hartnäckig und willensstark. Immer wieder fand Valkova, die später zur wertvollsten Akteurin gekürt wurde, variable Lösungen für das Angriffsspiel des USC. Mal ging es über die niederländische Kapitänin, mal über die stark aufspielende Mia Kirchhoff und mal über Daniela Öhman in der Mitte. Münster hielt mit, war sogar lange vorne. Bis zum 23:22, das Maros besorgt hatte.

Simone Lee zum Satzgewinn

Dann aber schlug der Favorit gnadenlos zu, bestrafte beim 23:23 die Fehler der Unabhängigen. Erst pflückte Simone Lee einen Angriff von Scholten, dann geriet ein Ball von USC-Libera Anna Church zu lang – und erneut Lee beendete den ersten Durchgang, den am Ende Kleinigkeiten entschieden hatten. „Da merkt man die Erfahrung, die Stuttgart in wichtigen Phasen hat und die uns noch fehlt“, sagte Münsters Trainerin.

Bitter dieses 23:25 für die Thomsen-Truppe, die sich vor 1354 Zuschauern aber weiter von einer guten Seite präsentierte, den Kopf nicht hängenließ. Nach einem Punkt von Maria Schlegel war Münster auf 6:3 enteilt, büßte diesen Vorsprung umgehend aber wieder ein (6:7). Dieser kleine Negativlauf zeigte zwar nicht direkt Wirkung, über Strecke jedoch war Stuttgarts Qualität zu hoch. Marie Schölzel, neben Wezorke, Zuspielerin Britt Bongaerts und Luisa Keller die vierte ehemalige Grün-Weiße im MTV-Aufgebot, brachte ihr Team mit zwei Punkten zum 16:13 voran, Maria Segura stellte wenig später auf 19:14. Entschieden war Abschnitt zwei damit aber beileibe noch nicht, Münster wehrte sich weiter und kam nach zwei Kirchhoff-Zählern (darunter ein Ass) gar auf 22:23 heran. Doch Alexis Hart aus dem Hinterfeld und Segura ließen alle aufkommenden Diskussionen im Keim ersticken.

Erhobenen Hauptes

Mit dem 0:2-Satzrückstand wurde die ohnehin herausfordernde Aufgabe noch schwerer, ja schlicht unlösbar. Bis zur zweiten technischen Auszeit (14:16) hielt sich der USC noch im Windschatten des Doublesiegers auf, ehe die Kräfte wie der Glaube an eine Wende schwanden. Maros mit einem Angriff ins Netz beendete die Partie, nach der Münster aber erhobenen Hauptes das Feld verlassen durfte.

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