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Volleyball: Bundesliga

2:3 – USC vergibt zwei Matchbälle

Münster

Volleyball-Krimi am Berg Fidel. Sehr unglücklich in fünf Sätzen verlor der USC Münster am Samstagabend die Bundesliga-Partie gegen den VC Wiesbaden. Im vierten Satz hatte er zweimal die Chance, die Begegnung vorzeitig zu beenden.

Von Wilfried Sprenger

Lisa Thomsen war immer auf Ballhöhe. Die Trainerin freute sich mit der Mannschaft und litt mit ihr in schwierigen Situationen. Foto: Jürgen Peperhowe

Dieses Volleyballspiel hatte eigentlich keinen Gewinner verdient. Länger als 140 Minuten schenkten sich am Samstagabend der USC Münster und der VC Wiesbaden im Bundesligavergleich wirklich nichts. Am Ende verließen die Gäste als Sieger das Feld. 2:3 (25:17, 21:25, 25:21, 24:26, 11:15) unterlag der USC vor 687 Zuschauern. Im vierten Satz vergab Münster zwei Matchbälle. „Wir haben gesehen, dass wir super Volleyball spielen können. Leider sind wir nicht immer taktisch diszipliniert gewesen, das hat uns den Sieg gekostet. Ich bin dennoch stolz auf die Mannschaft“, sagte Trainerin Lisa Thomsen.

25 Minuten benötigte der USC, um Satz eins einzutüten. Der Hausherr war von Beginn an hellwach, Barbara Wezorke und Iris Scholten erzwangen die ersten Punkte. Zur ersten technischen Auszeit lag der USC bereits 8:4 vorn. Münsters Block verdiente das Prädikat herausragend, nacheinander wurden Wiesbadens „Schützen“ konsequent abgewiesen. Da sah gut aus, an der Linie hatte Thomsen Spaß und klatschte mehrfach in die Hände. Der USC spielte intelligent und flexibel und hatte die Dinge auf dem Feld jeder Zeit im Griff. Über 16:10 und 19:11 setzte er sich weiter ab und hielt den Gegner klar auf Distanz. Beim 24:13 hatte das Team den ersten Satzball. Wiesbaden wehrte sich und das 0:1 viermal ab. Maria Schlegel schraubte dann im fünften Anlauf den Deckel drauf.

Zweiter Abschnitt, weiter im Takt. Münster legt erneut viel versprechend los. Beim Stande von 7:3 nimmt Gästetrainer Benedikt Frank Diagonalspielerin Lena Große Scharmann, die beim 3:0 -Coup Wiesbadens gegen Dresden zu Saisonbeginn nahezu alles traf, vom Feld. Der USC kommt aus dem Rhythmus, mit einer feinen Aufschlagserie wendet die starke Schweizerin Laura Künzler das Blatt (7:8). Der VC ist im Spiel angekommen, wechselnde Führungen sind Beleg für eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe. Scholten drückt den Ball zum 13:11 ins gegnerische Geld, doch Wiesbaden lässt nicht locker und behält die Köpfe nun oben. Über 14:16 setzen sich die Gäste auf 15:19 ab. Münster kämpft, Scholten und Maria Schlegel halten den USC im Spiel, doch die erwünschte Aufholjagd verpufft – 1:1.

Mia Kirchhoff, die während zum Ende des zweiten Satzes für Marta Hurst eingewechselt worden war, bleibt auf dem Feld und beschert dem USC zu Beginn des dritten Durchgangs erste Punkte: Münster tritt nun wieder angriffslustiger auf und stürmt schnell auf 8:3 davon. Es ist kein Ruhepolster, beim 12:11 sind die Hessinnen wieder dran. USC-Libera Erika Kildau wackelt ein bisschen in der Annahme. Doch wenn es Bälle abzuwehren gilt, fliegt sie jedem hinterher. Der USC hält die Führung. Zuspielerin Katerina Valkova legt bei ihrem Start-Debüt die Kugel zum 18:15 übers Netz, kurz darauf stellt die überzeugende Scholten einen starken Block. Kirchhoff ist es vorbehalten, den Satz zu beenden.

Münster hat einen Punkt sicher, werden es noch zwei oder drei? Lange sah es nach einer Entscheidung im Tiebreak aus. Die Gäste packten im vierten Satz von Beginn an zu. Bei der ersten technischen Auszeit lagen sie drei Punkte vorn (8:5), bei der zweiten waren es fünf (16:11). Thomsen reagierte, wechselte durch und der „zweite Anzug“ passte. Mit einem 9:1-Lauf auf 20:18 brachte sich der USC zurück. Und beim 24:22 hatte er sogar Matchbälle. Doch dieses Spiel sollte noch nicht enden, die nächsten vier Bälle gingen an Wiesbaden – 2:2, doch noch der Tiebreak. Und kein gutes Ende für die Unabhängigen nach einer deutlich länger als zweistündigen Partie. Nach dem 7:7-Zwischenstand verlor Münster den Anschluss. Die Mannschaft kämpfte bis zum Ende großartig. Die Belohnung in Form eines Sieges blieb jedoch aus.

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