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Volleyball: Bundesliga Frauen

3:0 gegen Erfurt – USC Münster müht sich zu drei Punkten

Münster

Der USC Münster hat zum ersten Mal in dieser Saison in drei Sätzen gewonnen. Gegen SW Erfurt setzten sich die Unabhängigen mit 3:0 durch, stockten mit dem vierten Erfolg der Spielzeit das Punktekonto auf zwölf Zähler auf. Dabei aber mühten sich die Unabhängigen, leicht und locker geht anders.

Von Henner Henning

Verhaltener Jubel in Grün-Schwarz: Der USC (v.l.) um Libera Marta Hurst, Barbara Wezorke, Katerina Valkova, Topscorerin Iris Scholten und Maria Schlegel mühte sich gegen Erfurt zu einem 3:0-Erfolg, bei dem Trainerin Lisa Thomsen allerdings auch mal laut werden musste. Foto: Jürgen Peperhowe

Der USC Münster hat eine unangenehme Aufgabe gelöst und damit eine gelungene Generalprobe gefeiert. Vier Tage vor dem Pokal-Halbfinale gegen Allianz MTV Stuttgart gewann die Mannschaft von Trainerin Lisa Thomsen das Bundesliga-Duell gegen SW Erfurt mit 3:0 (25:20, 25:20, 27:25), zeigte dabei aber gegen den Tabellenzehnten über weite Strecken nur eine durchschnittliche Leistung. „Ich bin happy mit dem Sieg. Wir haben den Kampf angenommen und drei Punkte gegen einen Mitkonkurrenten um die Playoff-Plätze geholt. Das war wichtig“, sagte Thomsen.

Es war ein richtig hartes Stück Arbeit, das der USC verrichten musste. Münster, zuletzt beim Deutschen Meister Dresdner SC 1:3 unterlegen, fand zunächst einen guten Einstieg in die Partie, führte nach zwölf Ballwechseln mit drei Punkten von Iris Scholten mit 8:4. Doch auf diese gute Anfangsphase folgte eine weniger gute Sequenz der Unabhängigen, die sich schwertaten gegen die Thüringerinnen. Nach dem erfolgreichen Angriff von Cindy Lenz klopfte Erfurt, das wegen Corona-Fällen im Kader zwei Wochen in Quarantäne und damit zwei Partien absagen musste, erstmals an (12:13). Thomsen war unzufrieden, trieb ihre Schützlinge an der Seitenlinie an, korrigierte – und musste mitansehen, wie der Gast nach dem lupenreinen Ass von Rica Maase beim 18:17 erstmals vorne war.

Schlegel und Wezorke geben Antwort

Es blieb aber die einzige SWE-Führung in diesem wechselhaften, unsteten Abschnitt, da der USC passend konterte. Maria Schlegel glich aus, Barbara Wezorke ließ mit Münsters erst zweitem Blockpunkt das 19:18 folgen und Juliane Schröder erwischte Lenz mit ihrem Service auf dem falschen Fuß. Der USC war wieder in der Spur, war aber noch weit von dem ansprechenden Auftritt in Dresden entfernt. Zu viele Unzulänglichkeiten erlaubte sich das Thomsen-Team, das nach dem fehlerhaften Angriff von Erfurts Schwedin Hanna Hellvig Satz eins in der Tasche hatte.

Nein, die Sterne holten die Unabhängigen vor 402 Zuschauern nicht vom Himmel, erarbeitete sich mehr recht als schlecht aber dennoch ein Vier-Punkte-Polster (15:11) – um dieses wie in Durchgang eins direkt wieder abzugeben. In der Block-Feld-Abwehr taten sich weiter große Lücken auf, die Annahme hatte gerade bei den Aufschlägen von Maase Probleme und im Angriff fehlte die letzte Konsequenz. Die Folge: ein 6:0-Lauf Erfurts, der Thomsen zu einer Auszeit zwang. In der wurde die Trainerin deutlich, wies ihr Team zurecht. „Es hat lauten Input bedurft, um die Mannschaft wachzurütteln“, sagte die Trainerin. Zumindest Kurzzeitwirkung entfachte die energische Ansage, Schlegel und Schröder per Aufschlagpunkt rückten die Verhältnisse umgehend wieder gerade. Ein Glanzstück aber war auch der zweite Satz nicht, den Münster irgendwie und auch unter schwarz-weißer Mithilfe nach Hause schaukelte.

Scholten: „Haben es uns schwer gemacht“

Ruhe, Sicherheit, Stabilität aber blieben für den USC Fremdworte an diesem frühen Freitagabend, Besserung trat nicht ein. Im Gegenteil, sechs der ersten acht Ballwechsel gingen in Abschnitt drei an Erfurt. Münster suchte nach Konstanz, fand sie aber nicht. „Wir haben es uns selber schwer gemacht“, sagte Topscorerin Scholten (20 Punkte).

Dem Zwischenspurt zum 10:10 folgte wieder eine kürzere Phase, in der nicht viel zusammenpasste. Die Unabhängigen wackelten, beim 15:18 und noch vielmehr beim 22:24 drohte eine Zugabe.

Die aber gab es nicht, weil Erfurt die USC-Schwächen nicht nutzte und gleich drei Satzbälle vergab. Scholten verschaffte dann dem USC einen Matchball, den Zuspielerin Katerina Valkova mit einem Servicewinner gegen Libera Michelle Petter verwandelte. Durch war die Nummer. Wenig glanzvoll, aber drei Punkte gab es auch für diesen Sieg. Das war die beste Nachricht für den USC, der sich am Dienstag im Pokal-Halbfinale gegen Stuttgart steigern muss.

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