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Volleyball: Bundesliga Frauen

3:1 gegen Straubing – der USC müht sich zum sechsten Saisonsieg

Münster

Die Punkte 14, 15 und 16 hat der USC Münster am Samstagabend eingefahren und sich damit einen schönen Heimausklang des Jahres 2022 beschert. Doch der 3:1-Erfolg gegen Nawaro Straubing war ein Arbeitssieg, bei dem sich die Unabhängigen das Leben mitunter selbst schwer gemacht hatten.

Hoch die Hände: Der USC Münster gewann am Samstagabend gegen Nawaro Straubing 3:1 – es war der sechste Saisonsieg der Unabhängigen in dieser Bundesliga-Saison. Foto: Jürgen Peperhowe

Der USC Münster hat in seinem achten Saisonspiel den sechsten Sieg eingefahren. Doch der 3:1 (25:20, 25:20, 2125, 26:24)-Erfolg war ein mühsamer und hart erkämpfter. „Ich bin echt happy, dass wir die drei Punkte hier behalten haben. Aber ich denke, dass wir besser Volleyball spielen können“, sagte Trainerin Lisa Thomsen nach den mitunter zähen 112 Minuten in der Halle Berg Fidel.

Einmal mehr benötigte der USC ein wenig Anlaufzeit, um in die Partie zu finden. Nachdem Daniela Öhman am Straubinger Block gescheitert war und der Gastgeber so mit 4:7 ins Hintertreffen geraten war, drückten die Unabhängigen erstmals auf das Gaspedal – mit Iris Scholten als Antreiberin. Immer wieder setzte sich die Topscorerin der Bundesliga durch, verkürzte nicht nur umgehend auf 6:7, sondern stellte wenig später auch auf 12:9. Münster übernahm langsam das Kommando, auch wenn Thomsen nach der 0:4-Serie beim 13:12 per Auszeit noch einmal korrigierend eingreifen musste. Schon fünf Ballwechsel danach, die Münster alle für sich entschieden hatte, war in Satz eins die Vorentscheidung gefallen. Der USC spulte sein Programm souverän herunter, hatte alles unter Kontrolle. Nach dem spektakulärsten Ballwechsel der Partie, in dem Straubings Laura Rodwald zwischendurch das Spielgerät per Fuß über das Netz bugsiert und den letztlich Nikolina Maros per Block beendet hatte, führte Münster 23:17. Da durften sich die Thomsen-Schützlinge anschließend sogar leisten, drei Satzbälle auszulassen, ehe schließlich Scholten aufkommende Fragen unmissverständlich beantwortete.

Scholten gibt das Signal

Ähnlich wie in Durchgang eins gestaltete sich die Anfangsphase ausgeglichen, ohne dass die in Grün-Schwarz spielenden Münsteranerinnen ernsthaft in Gefahr gerieten. USC-Kapitänin Scholten gab mit einem Doppelschlag zum 8:6 das Signal, nach sechs weiteren Punkten hatte Münster seinen Kontrahenten erneut vorzeitig distanziert. Dem Tabellenvorletzten aus Niederbayern fehlten bis hierhin schlicht die Mittel, um das Geschehen vor 952 Zuschauern auf Augenhöhe zu gestalten. Erst beim 22:13 leisteten sich die Unabhängigen mit der sicheren Führung im Rücken eine Phase der Unkonzentriertheit, die Nawaro bis zum 20:23 heranbrachte. Mehr als diese 20 Zähler wurden es für die Gäste auch in Abschnitt zwei nicht, einmal mehr Scholten – die Niederländerin kam am Ende auf 27 Zähler – zog den Schlussstrich.

Thomsen: „Straubing eine Kämpfer-Mannschaft“

Münster hatte sich aus der schwächeren Endsequenz des zweiten Durchgangs noch einmal herausgezogen, die Sicherheit aber war nun trotz der 2:0-Satzführung dahin. Valbona Ismaili stellte für Straubing auf 5:0, nach Öhmans missglücktem Angriff führte der Gast gar 11:4. Thomsen trieb an der Seitenlinie ihre Schützlinge an, ermahnte sie zu mehr Aufmerksamkeit und Konsequenz gegen die nicht aufsteckenden „Giftzwerge“, wie die USC-Trainerin die Straubingerinnen im Vorfeld mit Respekt vor deren Willen und Eifer genannt hatte. „Und sie haben hier auch gezeigt, was für eine Kämpfer-Mannschaft sie sind“, sagte Thomsen.

Barthel für Valkova

So dauerte es, bis sich der USC wieder berappelt hatte. Dann aber machte er sich mit Siebenmeilenstiefeln auf zur Aufholjagd. Meghan Barthel, für Katerina Valkova als Zuspielerin dabei, bereitete per Aufschlag das 15:18 von Juliane Schröder vor, die direkt das 16:18 per Block folgen ließ. Münster war wieder dran, führte gar mit 20:18 – machte in der Folge jedoch nur noch einen Zähler.

Also ging es in Abschnitt vier, schon ein wenig unnötig und selbstverschuldet. Und das Tief, in dem Münster sich befand, verzog sich nicht so einfach. Der USC war von der Rolle, hatte den Faden verloren. Beim 5:11 vollzog Thomsen abermals den Wechsel von Valkova zu Barthel, leitete damit die Trendwende ein. Nein, auch jetzt lief nicht alles wie gewünscht und geplant, Münster aber arbeitete sich mit Leidenschaft und Emotionen zurück. Schröder und Schlegel glichen erstmals nach langer Zeit wieder aus (19:19), die zurückgekehrte Valkova per Servicewinner und erneut Schlegel besorgten ihren Farben zwei Matchbälle. Zwar wehrte Straubing diese durch Jasmin Sneed und Laura Rodwald ab. Als Emilia Jordan aber dem USC den dritten bescherte, packte Scholten zu. Drei Punkte, Saisonsieg Nummer sechs – das war alles was zählt.

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