1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Usc-muenster
  6. >
  7. Playoff-Dämpfer! Aachen zermürbt den USC

  8. >

Volleyball: Bundesliga

Playoff-Dämpfer! Aachen zermürbt den USC

Münster

Jetzt wird es ganz schwer mit der Playoff-Teilnahme. Deutlich 0:3 verlor der USC Münster am Mittwochabend das drittletzte Hauptrundenspiel in der Bundesliga gegen die Ladies in Black Aachen. Am Freitag ist das Team bereits wieder gegen die Roten Raben Vilsbiburg gefordert.

Von Wilfried Sprenger

Aachener Doppelblock mit Anna Kalinovskaja (links) und Lydia Stemmler gegen Münsters Maria Schlegel. Die Spanierin musste am Mittwoch die Hauptlast im USC-Angriff tragen. Foto: Peter Leßmann

Das tat ganz sicher weh. 0:3 (21:25, 18:25, 20:25) verlor Volleyball-Bundesligist USC Münster am Mittwochabend das NRW-Duell gegen die Ladies in Black Aachen. Mit Blick auf die Playoff-Teilnahme muss die Niederlage als bitterer Dämpfer eingeordnet werden. Am Freitag (20 Uhr) gegen die Roten Raben Vilsbiburg steht Münster nun unter enormem Erfolgsdruck. Es wird keine einfache Aufgabe für Trainerin Lisa Thomsen sein, ihre geknickte Mannschaft binnen kurzer Zeit wieder aufzurichten. „Ich habe gehofft, dass wir einen besseren Tag erwischen würden. Leider hat Aachen heute überragend gespielt. Dieses Team mit vielen Nationalspielerinn ist total abgezockt. Das haben wir heute zu spüren bekommen“, sagte Thomsen .

Nervöser Auftakt im Duell der Nachbarn: Von den ersten vier Aufschlägen flatterten drei ins Netz oder ins Aus. Aachen fand als Erster seine Linie, bei Angriffen des USC hatten die Gäste (Block-)Hoheit am Netz. Münster biss sich rein, hatte beim 9:9 einen Drei-Punkte-Rückstand wettgemacht und ging beim 11:10 in Führung. Immer wieder legte Katerina Valkova für Maria Schlegel auf, die Spanierin vollendete krachend sehenswert. Bis zum 18:18 wog die Partie hin und her, kleine Annahme-Probleme kompensierte der USC mit großem Einsatz. Doch als Schlegel nicht mehr durchkam, spielte Aachen seine enorme Handlungshöhe humorlos und auf Dauer zermürbend aus. Besonders die Belarussin Hanna Kalinovskaja setzte dem USC in der Crunchtime zu.

0:1, Mund abputzen – weiter ging die Fahrt. 4:2-Führung im zweiten Durchgang, Münster hatte den Kopf oben und LiB-Trainer Guillermo Gallardo Puls. Wild rudernd trieb er seine Mannschaft von der Seitenlinie an. Und schon kam Aachen zurück. Ein 1:6-Lauf hinterließ beim USC Spuren. Das Team verkrampfte, kam im Angriff nicht mehr durch, die Fehler häuften sich. Doch der Kampfgeist blieb. Münster verkürzte von 9:14 auf 13:15. Mia Kirchhoff, auf der Diagonalen für Elena Kömmling eingewechselt, war rasch auf Betriebstemperatur und langte im Angriff dreimal erfolgreich zu. Ein vierter Punkt (dann zum 19:20) wurde ihr abgepfiffen. Thomsen protestierte vergeblich, ihr Team kam aus dem Gleichgewicht. Mit starkem Block und prächtigen Abwehraktionen brachten die Gäste auch im zweiten Satz die Ernte ein.

Ein Punkt war in diesem Moment futsch, aber es blieb die Hoffnung, die Dinge doch noch drehen zu können. So wie es der USC erst am vergangenen Samstag sehr bitter in Erfurt erfahren hatte. Kräfte bündeln, Vorwärtsgang. Leichter gesagt als getan. Dabei war Münsters Start in den dritten Satz durchaus respektabel. Beim 5:2-Zwischenstand keimte ein zartes Pflänzchen Zuversicht. Auf den Tribünen gingen noch einmal die Hände hoch, doch das kleine Hoch erwies sich als Strohfeuer. Aachen gewann die langen Rallys, war cleverer, konsequenter, besser. Schon zur ersten technischen Auszeit lagen die Gäste wieder vorn (8:7), bis zur zweiten setzten sie sich entscheidend ab (16:8). Es war den Unabhängigen hoch anzurechnen, dass sie sich unverdrossen wehrten. Wirklich zu retten, war an diesem Abend nichts mehr. Freitag geht es gegen Vilsbiburg. Der USC muss schnell auftanken und (immer noch ohne Topscorerin Iris Scholten) wohl ein bisschen über sich hinauswachsen.

Startseite
ANZEIGE