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Volleyball: Bundesliga Frauen

Charaktertest gegen Dresden zum Saisonfinale für den USC

Münster

Für den USC Münster endet am Samstag gegen den Dresdner SC die Hauptrunde – und mit großer Sicherheit auch die gesamte Saison. Dass die Konkurrenz noch patzt, scheint ausgeschlossen. Ziel ist es demnach, sich mit Anstand zu verabschieden.

Von Wilfried Sprenger

Spielerin mit Zukunft: Mia Kirchhoff (17) vertrat Iris Scholten zuletzt regelmäßig auf der Diagonalposition. Foto: Jürgen Peperhowe

Nein, beim USC klammert sich niemand mehr an den letzten dünnen Strohhalm. Es wäre auch realitätsfremd, jetzt noch die theoretische Möglichkeit der Playoff-Teilnahme zu beschwören. Nach den Niederlagen auswärts in Erfurt und daheim gegen Aachen sowie Vilsbiburg kann es nur noch darum gehen, sich mit dem gebotenen Anstand aus der in Summe missglückten Saison zu verabschieden. Das letzte Hauptrundenspiel an diesem Samstag (19 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) gegen den Dresdner SC ist in erster Linie ein Charaktertest. „Wir sind es einander, dem Verein, den Sponsoren und vor allem auch unseren Fans schuldig, noch einmal alles zu geben und das Bestmögliche zu zeigen“, sagt Münsters Trainerin Lisa Thomsen.

Frustrierende Wochen

Nach zwei frustrierenden Wochen fordert Thomsen „noch einmal alles rauszuhauen.“ Sie spricht von einer „Stehauf-Mentalität“, Dresden soll nichts in den Schoß fallen. Beim 1:3 im Hinspiel stemmte sich Münster fast zwei Stunden lang gegen die Niederlage. Der USC gewann den dritten Satz sehr deutlich mit 25:15. Herausragend spielte Iris Scholten, 60 Angriffe führten über die Niederländerin, 24 Punkte tütete sie ein. Seit Januar schon ist Scholten verletzt. „Sie fehlt an allen Ecken und Enden“, stellte seitdem nicht nur Thomsen fest.

Lisa Thomsen

Für den USC wird die Spielzeit am Samstagabend enden, Dresden – aktuell Vierter der Tabelle – geht in die Zugabe. „Die Mannschaft ist sehr, sehr gut besetzt“, weiß Münsters Trainerin. Für ihr Team wird das Saisonfinale erneut zu einer riesigen Herausforderung. Denn ohne Diagonalangreiferin Scholten wird der USC ans Limit kommen müssen, um die Sächsinnen zumindest zu ärgern. „Mir ist wichtig, nachher sagen zu können, dass die Mannschaft alles gegeben hat. Das muss unser Anspruch sein“, meint Thomsen

Neben Scholten wird auch Elena Kömmling definitiv fehlen. Die Außenangreiferin zog sich in der Begegnung mit Vilsbiburg eine Verletzung zu.

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