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Volleyball: Frauen-Bundesliga

Gesigora ist weiter USC-Präsident – und geht mit Sorgen in die neue Amtszeit

Münster

Einstimmig wiedergewählt: Martin Gesigora wird den USC Münster auch weiter als Präsident anführen. Künftig wird er bei den Vorstandssitzungen mit Manuel WIemann ein neues Gesicht begrüßen dürfen. Sorgenfrei aber wird der Vorstand nicht in die nächste Amtszeit gehen können.

Der wiedergewählte Präsident Martin Gesigora (M.) wird den USC zusammen mit den vier Vizepräsidenten Cornelia Hesse (l.), Manuel Wiemann (2.v.l.), Dr. Christian Klöver (3.v.l.) und Sven Adrian (2.v.r.) sowie mit Ute Zahlten (r.,) als Vorsitzende des Jugendausschusses anführen. Foto: Jürgen Peperhowe

Während die Volleyballerinnen des USC Münster unten auf dem Parkett der Halle Berg Fidel fleißig trainierten, gab es oben im Vip-Bereich auf der Mitgliederversammlung des Bundesligisten noch einmal den Rückblick auf die vergangene Saison, mit der „wir nicht zufrieden sein konnten“, wie Präsident Martin Gesigora zuvor festgestellt hatte. „Daher drücken wir der neuen Mannschaft die Daumen, dass sich diesmal die Hoffnungen erfüllen“, meinte der Vereinsboss, der auch in den kommenden beiden Jahren den Unabhängigen vorstehen wird. Einstimmig wurde Gesigora wiedergewählt – sorgenfrei aber wird er die nächste Amtszeit nicht bestreiten.

Das finanzielle Ergebnis, das für das Geschäftsjahr 2021/22 ein Minus von 77 542,30 Euro ausweist, belastet nicht nur den Verein. „Wenn man mich fragt, ob der Job immer Spaß macht, dem würde ich heute sagen: ,Der Spaßfaktor ist eher null.’ Es kann nicht Aufgabe eines Vorstands sein, 40 000 Euro reinzuwerfen“, erklärte Gesigora, den natürlich auch die beiden vergangenen Saisons ohne Playoff-Qualifikation beschäftigen

Prof. Strauß gehört nicht mehr dem Vorstand an

Und dann war da in der Vergangenheit auch die nicht immer reibungsfreie Zusammenarbeit im Vorstand, in dem es künftig eine Änderung geben wird. Prof. Strauß, der 2016 noch unter Gesigoras Vorgänger Jörg Adler als ­Vize ins Gremium der Grün-Weißen gewählt wurde, gehört nicht mehr dem Präsidium an. Für den Sportpsychologen, der am Dienstagabend nicht bei der Versammlung dabei war, rückt Manuel Wiemann nach. Der dreifache Familienvater und Fachwirt für Versicherungen und Finanzen beim USC-Hauptsponsor LVM war schon fünf Jahre als Beisitzer tätig. „Nun will ich meine Arbeit gerne vertiefen bei diesem sensationellen, geilen Verein, an den ich mein Herzblut verloren habe“, sagte Wiemann.

Einstimmig und im Block wurde er von den 28 stimmberechtigten Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit den weiter als Vizepräsidenten tätigen Cornelia Hesse, Dr. Christian Klöver und Sven Adrian gewählt – wie zuvor auch Gesigora, der aber erst nach der Entscheidung für das Quartett die Wahl annahm. „Ich versuche weiter, vernünftig zu arbeiten. Die Zeiten sind nicht einfach und herausfordernd. Aber ich glaube, dass wir vernünftig und zum Wohle des Vereins zusammenarbeiten werden“, sagte der alte und neue Präsident.

Mitglieder zahlen jetzt mehr

Ein Punkt auf der Tagesordnung beschäftigte die Versammelten dann doch etwas länger – die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, für die Adrian als „faire, vernünftige Anpassung“ zuvor geworben hatte. „Jede Einwendung von Ihnen war berechtigt“, sagte Gesigora zu den Anwesenden. Letztlich wurde der Beitrag für Jugendliche bis 18 Jahre wie vorgeschlagen auf 19 Euro pro Monat erhöht. Angepasst wurde dagegen der Obolus, den Studenten zu entrichten haben – statt wie geplant auf 21 wurde dieser nur auf 19 geändert. Berufstätige zahlen statt 18 nun 24 Euro, passive Mitglieder statt 13 jetzt 17 Euro. Und Familien sind mit 33 Euro (vorher 22) dabei. Insgesamt zählt der USC aktuell 268 Mitglieder – und damit 33 mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Etwa 70 Prozent davon sind Jugendliche.

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