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Volleyball: Bundesliga Frauen

„Granatenspiel“: USC Münster feiert in Neuwied einen Auftakt nach Maß

Münster

Mit 3:0 gewann der USC Münster den Bundesliga-Auftakt beim VC Neuwied, benötigte dafür zum Start der Saison nur 79 Minuten. „Das war mental ein Granatenspiel von uns“, sagte Trainerin Lisa Thomsen nach der Partie.

Reichlich Gründe zu jubeln hatten (v.l.) Libera Anna Church, Maria Schlegel, Rückkehrerin Juliane Schröder, Katerina Valkova, Mia Kirchhoff und Iris Scholten beim 3:0-Erfolg in Neuwied. Foto: Wolfgang Heil

Sie ließen sich von den mitgereisten Fans feiern, machten mit ihnen die Welle und waren einfach nur glücklich. Die Volleyballerinnen des USC Münster hatten mit dem 3:0 (25:18, 25:20, 25:16) beim VC Neuwied nach den turbulenten Tagen und Wochen mit Verletzungen sowie einer Corona-Welle geliefert. „Was die Mädels qualitativ geleistet haben, war super. Das war mental ein Granatenspiel von uns“, sagte Trainerin Lisa Thomsen.

Wo der USC nach der äußerst komplizierten und mit Rückschlägen gespickten Vorbereitung stehen würde, wussten die Unabhängigen selber nicht so richtig. Thomsen hatte die finale Phase vor dem Bundesliga-Start ebenso wie Teile ihrer Mannschaft verpasst, war erst Donnerstag zum Team, das meist in Kleingruppen arbeiten musste, zurückgekehrt. „Man kann an einer Hand abzählen, wie oft wir in den vergangenen beiden Wochen komplett beim Training waren“, hatte die 36-Jährige vor dem ersten Spieltag gesagt. Doch wie ihre Schützlinge mit der Situation umgingen, wie souverän sie die Aufgabe beim VCN, der im letzten Jahr mit nur einem Zähler abgeschlagen war, lösten, war schon beeindruckend

USC startete direkt gut

Münster war gleich in der Partie und sendete dem Gegner Signale, dass an diesem Tag für ihn nichts zu holen sei. „Wir haben gezeigt, dass wir eine erfahrene Bundesliga-Mannschaft sind. Unser Auftreten war immens wichtig“, sagte Thomsen, deren Schützlinge nach dem erfolgreichen Angriff von Kapitänin Iris Scholten zum 13:12 davonzogen. Mit dem Aufschlag bescherte sich der USC nicht nur freie, direkte Punkte (neun an der Zahl), sondern stürzte Neuwied damit auch immer wieder in der Annahme in Probleme. „Dadurch konnten sie ihr schnelles, temporeiches Spiel nicht aufziehen“, erklärte Thomsen. Exemplarisch für die Qualität in diesem Element war das Ende in Durchgang eins, den Mia Kirchhoff mit zwei Winnern von der Linie aus abschloss.

Eine kleine Phase der Unsicherheit leistete sich der Gast zu Beginn des zweiten Abschnitts (0:4, 6.10), die auch der schwierigen Vorbereitung geschuldeten Abstimmungsprobleme und Unsicherheiten aber stellte der USC schnell wieder ab. Thomsen: „Da haben wir kurz den Faden verloren, sind aber fokussiert geblieben und haben das umgesetzt, was wir vorhatten. Ich hatte nie einen Moment, in dem ich gedacht habe, dass wir verlieren. Ich habe der Mannschaft und der individuellen Qualität vertraut.“

Öhman feierte ein starkes Debüt

Diese brachte ihr Team im Kollektiv ein. So feierte die erst zu Wochenbeginn verpflichtete Daniela Öhman ein gelungenes Debüt, auch ihre Mittelblock-Kollegin Juliane Schröder überzeugte bei ihrem Comeback. Und Iris Scholten füllte ihre Rolle als Kapitänin aus, ging als Topscorerin voran. „Jede hat ihren Beitrag geleistet, die Mädels haben sich gegenseitig unterstützt. Ich habe viele positive Dinge gesehen“, sagte Thomsen glücklich und zufrieden nach 79 überzeugenden Minuten bei einem Gegner, der es allerdings in dieser Saison auch wieder schwer haben dürfte.

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