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Volleyball: Bundesliga Frauen

Guter Auftritt, aber keine Punkte – der USC Münster belohnt sich in Dresden nicht

Münster

Es gab Lob und Komplimente. Aber keine Punkte. Das war das bittere Fazit nach der Auswärtspartie des USC Münster beim Dresdner SC, den die Unabhängigen mächtig in Trubel stürzten. Am Ende aber reichte die gute Leistung nicht für etwas Zählbares, auch weil der Deutsche Meister von der Bank noch eine Menge Qualität bringen konnte. Aufbauen aber kann der USC auf den couragierten Auftritt allemal.

Von Henner Henning

Iris Scholten, hier im Heimspiel gegen den VfB Suhl, hatte mit ihren 26 Punkten großen Anteil an der guten Leistung des USC, der aber dennoch 1:3 in Dresden verlor. Foto: Jürgen Peperhowe

Für Lob und Anerkennung gibt es nun mal keine Punkte, gut aber taten die Worte von Dresdens Coach Alexander Waibl allemal. „Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen guten Gegner. Ab Mitte des vierten Satzes haben wir dann unseren besten Volleyball gespielt“, sagte der 53-jährige Meistertrainer, der in Abschnitt vier gezwungen war, seine Stammsechs aufzubieten. Es war der Verdienst des stark spielenden, lange aufmüpfigen USC Münster, der dem aktuellen Bundesliga-Titelträger beim 1:3 (22:25, 21:25, 25:15, 21:25) über 112 Minuten eine Menge abverlangte. „Wir haben über weite Strecken überragenden Volleyball gespielt. Das war stark. Aber der bittere Beigeschmack ist, dass wir uns nicht belohnt haben und ohne Punkte nach Hause fahren“, sagte Trainerin Lisa Thomsen.

Es war das einzige, aber auch das wichtigste Manko eines gelungenen USC-Auftritts. Beim Champions-League-Teilnehmer, der am Mittwoch noch gegen Lokomotive Kaliningrad 0:3 verloren hatte, mischte Münster kräftig mit. Abwehr- und willensstark, dazu entschlossen im Angriff – so präsentierte sich der Außenseiter in der weitestgehend leeren Margon-Arena, überzeugte bei dem Geisterspiel vom ersten Ballwechsel an. Taktisch gut eingestellt war bis in die Endphase von Satz eins kein Unterschied zwischen dem Meister und seinem Herausforderer, der in der Vorsaison die Playoffs verpasst hatte, zu sehen. Erst ab dem 17:17 verpasste Münster den Anschluss – ein Schicksal, das sich nahezu identisch im zweiten Durchgang wiederholte. Auch in dem waren die Unabhängigen ebenbürtig, gleichwertig, um dann nach dem 20:19 durch Maria Schlegel durch den 0:5-Lauf ins Hintertreffen zu geraten. „Das sind ein, zwei, drei Fehler, mit denen wir es uns schwer machen. Das ist es, was uns von den Top-Teams unterscheidet, das muss man einfach attestieren“, sagte Thomsen, die aber viele positive Aspekte im Spiel ihrer Mannschaft sah.

Valkova zur MVP gewählt

Da war die sehr starke Verteidigung, mit der sich Münster in langen Ballwechseln im Spiel hielt, daraus Energie schöpfte. Da war der Kampfgeist, der Glaube ans Unmögliche, das nach dem ungemein leichten dritten Satz im vierten Abschnitt möglich schien. Immerhin führte Münster 7:2 und 12:6, ehe Waibl seine beste Formation auf das Feld beorderte und so den Schaden in Form eines Punktverlustes abwendete. Bitter für den USC, der in Regisseurin Katerina Valkova seine wertvollste Spielerin und in Iris Scholten seine Topscorerin (26 Punkte) hatte. „Da ist in erster Instanz natürlich die Enttäuschung, dass die couragierte Leistung nicht zu einem Punkt gereicht hat. Wir sind alles Wettkampf-Typen, denen es nicht schmeckt, dass wir mit null Punkten im Gepäck nach Hause fahren. Aber nach der gründlichen Analyse können wir die Dinge, die wir gut gemacht haben, mitnehmen“, sagte Thomsen. Und das waren trotz der sechsten Saisonniederlage einige.

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