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Volleyball: Bundesliga

„Sehr bittere Nachricht“: USC-Neuzugang Prosvirina fällt lange aus

Münster

Eine ganz schlechte Nachricht musste der USC Münster nun vermelden. Tatiana Prosvirina, Neuzugang im Mittelblock, zog sich  einen Kreuzbandriss zu und wird die Bundesliga-Saison verpassen. Ganz bitter für die Russin wie für den Verein.

Von Henner Henning

Tatiana Prosvirina, hier noch im Dress ihres Ex-Clubs Suhl, wird dem USC lange fehlen. Der Neuzugang zog sich einen Kreuzbandriss zu. Foto: Imago/Beautiful Sports

Das Verletzungspech bleibt dem USC Münster ein treuer Weggefährte. Nachdem sich in der Vorbereitung schon Luisa van Clewe eine schwere Schulterblessur zugezogen hatte und nach einer Operation mindestens bis zum Jahresende ausfällt, gab es nun von der zweiten neuen Mittelblockerin Tatiana Prosvirina eine Hiobsbotschaft. Die Russin riss sich am vergangenen Samstag beim Testspiel in Luxemburg gegen Terville-Florange OC (1:3) das Kreuzband – damit ist die Saison für die 22-Jährige beendet, bevor sie überhaupt angefangen hat.

„Für Tatiana ist es eine sehr bittere Nachricht. Sie hat viel auf sich genommen, um in diesem Jahr in Münster spielen zu können und ist hier schnell im Verein angekommen. Ihre ersten Trainingseinheiten waren sehr vielversprechend und man hat sofort gemerkt, wie talentiert und motiviert sie ist. Es ist sehr bedauerlich, dass sie in dieser Saison nicht spielen wird“, sagte Ralph Bergmann, der Sportliche Leiter des Volleyball-Bundesligisten. Dass sich der Club nun nach einem Ersatz umschaut, liegt auf der Hand. Ist aber ein schwieriges Unterfangen, wie die Suche nach einer Mittelblockerin im Sommer schon gezeigt hat. Erst vor zwei Wochen hatten die Unabhängigen die Verpflichtung von Prosvirina eintüten können, hatten zuvor bei einigen Kandidatinnen kurz vor Vertragsschluss Absagen hinnehmen müssen. Auf die Verletzung van Clewes reagierte der USC mit der Reaktivierung von Juliane Schröder, die derzeit mit Lilly Topic den Mittelblock bildet. Die Schwedin, die vom Liga-Konkurrenten VC Wiesbaden an den Berg Fidel kam, ist aber derzeit auch angeschlagen

Mal wieder Improvisationstalent gefordert

Für Trainerin Lisa Thomsen bedeutet dies einmal mehr, ihr Improvisationstalent im Training und auch in den Spielen aus der Kiste zu kramen. Schon in der Vorsaison war die 37-Jährige durch die Ausfälle von Iris Scholten und Erika Kildau zu taktischen Umbauten gezwungen, wegen der anhaltenden Verletzungsmisere feierte Ines Bathen damals ihr Bundesliga-Comeback. „Wir müssen das Beste aus der Situation machen“, sagte nun Thomsen, die mit ihrer Mannschaft am Donnerstag ein Trainingsspiel gegen die Ladies in Black Aachen mit 3:1 gewonnen hat. Ein positives Zeichen, der Trend in der Entwicklung ist positiv. „Das war alles in allem ein wirklich sehr gutes Spiel“, lobte Thomsen.

Am Mittwoch geht es für den USC dann nach Italien, wo beim WEVZA-Cup (13. bis 16. Oktober) sechs Teams einen Startplatz für den Challenge-Cup ausspielen. Münster trifft dabei in Gruppe B auf den VBC Cheseaux (Schweiz) und den Gastgeber Reale Mutua Fenera Chieri. Die Chancen, sich für den europäischen Wettbewerb zu qualifizieren, sind für den Außenseiter USC eher gering – und sind, nachdem das Verletzungspech erneut zugeschlagen hat, sicher auch nicht größer geworden.

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