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Volleyball: Frauen-Bundesliga

Kleiner Wutausbruch: Schröder führt USC zum Comeback-Sieg in Erfurt

Münster/Erfurt

Angeführt von Juliane Schröder drehte der USC Münster bei SW Erfurt die Partie. Das Team von Trainerin Lisa Thomsen gewann nach 0:2 Rückstand noch mit 3:2 - und schob sich vorerst auf Rang vier vor den Dresdner SC.

Von Alexander Heflik

An ihr richtete sich der USC in Erfurt auf: Juliane Schröder zeigte eine starke Partie. Foto: Jürgen Peperhowe

Das war eine beeindruckende Kehrtwende des USC Münster. Und vielleicht ist es auch ein Zeichen dafür, dass sich der Frauen-Volleyball-Bundesligist wieder ein Stück weiterentwickelt hat. So nebenbei schob sich das Team von Trainerin Lisa Thomsen durch den 3:2 (17:25, 21:25, 25:20, 25:22 und 15:9)-Auswärtserfolg bei SW Erfurt zumindest kurzzeitig am Dresdner SC auf den vierten Rang der Tabelle vor. Ein gutes Gefühl für den USC-Tross, dass diese Partie nach gut zwei Stunden gedreht werden konnte. Lange Zeit sah es nicht wirklich gut aus, aber angeführt von einer wildentschlossenen Juliane Schröder sorgte der USC für eine Comeback in Erfurt und nahm zwei Punkte auf die lange Heimreise mit.

Schwacher Start des USC Münster

Die Unabhängigen starteten alles andere als hellwach. Keine guten Aufschläge, keine gute Annahme, keine gute Verteidigung und auch keine guten Angriffe. Zwar blieb der erste Satz bis zum 13:13 eine offene Angelegenheit, aber dann setzte sich der Drittletzte Stück für Stück ab. Dem USC gelang nicht viel, Trainerin Lisa Thomsen nahm früh ihre Auszeiten – es half nichts, das Team aus Thüringen gewann mit 25:17 deutlich.

Schröders wütender Aufschrei

Und auch im zweiten Satz wirkten die Gastgeberinnen gleichermaßen wesentlich lockerer und zielstrebiger als Münster. Zwar konterte das Thomsen-Team noch einen 4:8 Rückstand zum 11:11, doch es lief nicht rund für den als Tabellenfünften angereisten Gast aus Westfalen. Juliane Schröders kleiner Wutausbruch nach dem Punkt zum 14:18 unterstrich die Seelenlage beim USC. Nicht eine war zufrieden, gesucht waren schnelle Problemlösungen, Schröders Aufschrei wurde aber vernommen. Es wurde nun besser bei den Grün-Schwarzen, aber auch Durchgang zwei ging noch mit 25:21 an Erfurt. Erstmals seit Dezember 2021, damals gegen Straubing, führte SW Erfurt in eigener Halle mit 2:0 Sätzen.

Trainerin Thomsen hat guten Rat

Guter Rat war teuer, Lisa Thomsen hatte den einen oder anderen Tipp jetzt in petto. Julian Schröder „taute“ nun auf, auch Maria Schlegel setzte jetzt Akzente. Und bei einer 20:16 Führung wechselte die USC-Trainerin Luisa van Clewe ein – sie bedankte sich prompt mit einer gelungenen Blockabwehr, gefühlt die erste in dieser Partie. Münster kam zurück mit dem 25:20 zum 1:2.

Betriebstemperatur im vierten Satz

Betriebstemperatur erreicht: Vielleicht war es nicht das beste aller Spiele in dieser Saison, aber Münster kämpfte sich zurück in die Partie, wollte nicht mit leeren Händen heimkehren, am besten noch gewinnen. Beim 15:15 schien zwar für Erfurt noch der Sieg möglich, doch dann trafen die Unabhängigen die besseren Entscheidungen und ein Doppelblock von Schröder und Schlegel zum 20:18 schockte die Gastgeberinnen förmlich, Münster gewann 25:22.

Starke Feldabwehr im Tie-Break

Tie-Break? Das sollte zum glücklichen Ende für den USC Münster führen. Bis zum 5:5 war die Partie ausgeglichen. Nur hatte Lisa Thomsen offenbar für ihre Spielerin die besten Anweisungen bis zuletzt im Rucksack versteckt. Als es um alles oder nichts ging, lieferte die USC-Feldabwehr nahezu perfekt – Erfurt dagegen verzweifelte zunehmend. Münster hatte dank Juliane Schröder die Wende geschafft. Auch die Wechsel von Elena Kömmling und Luisa van Clewe funktionierten, Iris Scholten steuerte 23 Punkte bei.

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