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Volleyball: Bundesliga Frauen

Top-Saisonstart mit optimaler Ausbeute für den USC Münster

Münster

Ein bisschen trübte der unnötig verlorene dritte Satz das Bild, doch unterm Strich holte der USC Münster den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Gegen den VC Neuwied bestätigte der Bundesligist in drei von vier Durchgängen die Qualität des Auftakterfolgs in Straubing.

Von Henner Henning

Hoch die Hände zum Block: Meghan Barthel (l.) und Juliane Schröder, die von Top-Scorerin Iris Scholten abgesichert werden, strecken sich erfolgreich gegen Neuwieds Maike Henning. Foto: Wilfried Hiegemann

Der Macher des Bundesliga-Spielplans hatte dem USC Münster die Chance auf einen Traumstart eingeräumt. Mit Nawaro Straubing zum Auftakt und dem VC Neuwied am zweiten Spieltag erhielten die Unabhängigen zwei Gegner, die Trainerin Lisa Thomsen vor der Saison dem unteren Tabellenbereich zuordnete. Und die besagte Möglichkeit, optimal zu starten, nutzte der USC, der auf den 3:0-Starterfolg nun gegen den Aufsteiger ein 3:1 (25:18, 25:16, 22:25, 25:13) folgen ließ. Sechs Punkte aus zwei Spielen, das kann sich sehen lassen – auch wenn der verlorene dritte Satz ein wenig das Gesamtbild trübte.

WWU Baskets schauen zu

Lange sah es vor den 827 Zuschauern, darunter die Basketballer der WWU Baskets Münster, nach einer ähnlich schnellen Nummer wie in Niederbayern aus. Dort hatte der USC ganze 80 Minuten für seinen Sieg benötigt, am Samstagabend waren nach den ersten beiden Abschnitten gerade einmal 50 Minuten gespielt. Münster hatte nach jeweils ausgeglichenem Beginn mit leichten ergebnistechnischen Vorteilen für den Gast zur rechten Zeit aufgedreht. Die Block-Feld-Abwehr verrichtete erneut gute Arbeit, konsequent verwertete die USC-Offensive – allen voran Top-Scorerin Iris Scholten (20 Punkte) und Maria Schlegel (19) – die Zuspiele der erneut überzeugenden Meghan Barthel. Und da dazu der Aufschlag – Serien von Barbara Wezorke in Durchgang eins und Marta Hurst in Abschnitt zwei – für mächtig Stress in Neuwieds Annahme sorgte, marschierten die Unabhängigen ungefährdet zur 2:0-Satzführung. „Zu 18 und zu 16, das zeigt, wie dominant wir waren. Dass wir so variabel aufschlagen und damit so viel Druck machen, macht mich stolz. Wir haben daran in der Vorbereitung super viel gearbeitet“, sagte Thomsen, die sich vielleicht wie alle in der Halle Berg Fidel auf einen nervenschonenderen Abend eingestellt hatte.

Lisa Thomsen

Doch der VC, den die 36-Jährige im Vorfeld als „bis zum letzten Ballwechsel kämpfende Mannschaft“ charakterisiert hatte, bestätigte Münsters Trainerin. Der Kniff ihres Gegenübers Dirk Groß, die Rotation zu ändern und Lauren Bevan-Matias gegen Barthel zu stellen, zeigte Wirkung. Münster geriet ins Straucheln, verlor taktisch die Ordnung. „Das ärgert mich. Neuwied hat es zwar gut gemacht, hat aber das gemacht, auf das wir vorbereitet haben. Wir haben es nur nicht umgesetzt“, erklärte Thomsen. Zwar glich ihr Team nach dem zwischenzeitlichen 10:15 noch einmal aus (18:18), gab den Satz aber dennoch ab.

Unnötig. Der USC aber korrigierte seinen Ausrutscher umgehend, war beim 10:4 schon wieder auf der Siegerstraße. „Da hatten wir wieder den Zugriff, und damit kam das Momentum zurück. Wir waren wieder im Flow“, sagte Thomsen, die über die beiden Siegen „mega happy“ ist. Sechs Punkte, zwei Siege – was will man auch mehr?

Zwei Fragen an Meghan Barthel

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