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Volleyball: Frauen-Bundesliga

„Das Coole an meinem Job“: Warum USC-Trainerin Thomsen auch Probleme mag

Münster

Lisa Thomsen absolviert gerade ihre zweite volle Saison als Trainerin des USC Münster. Erneut ist die 37-Jährige auch als Problemlöserin gefordert. Bislang gelingt es ihr mit Hilfe der Mannschaft ziemlich gut.

Problemlöserin: Lisa Thomsen spielt mit dem USC gerade eine sehr vorzeigbare Hinrunde. Foto: Jürgen Peperhowe

Der USC Münster, das ist kurz vor Halbzeit der Hauptrunde in der Volleyball-Bundesliga zu konstatieren, erfährt gerade ein solides und vorzeigbares Comeback. Nach zwei schwierigen Spielzeiten mit enttäuschenden Bilanzen muss sich das Team zwar auch in der Laufenden personellen Notlagen stellen. Doch es gelingt aktuell viel besser, Lösungs- und damit Auswege zu finden.

Das Dilemma im Mittelblock verfolgt den Tabellensechsten schon seit Saisonbeginn. Noch immer sind die Neuzugänge Luisa van Clewe und Lilly Topic ohne Einsatz. Im Fall der letztgenannten Schwedin könnte sich der Status bis zum Ende der Serie nicht verändern. Aufgrund einer Erkrankung ist (Leistungs-)Sport für die 25-Jährige seit Monaten nicht möglich. Weiterhin mag niemand im Club eine seriöse Prognose über den Zeitpunkt eines möglichen Comebacks abgeben.

Van Clewe ist nah am ersten Einsatz

Viel, viel näher am ersten Einsatz für den USC ist Luisa van Clewe. Eine Schulterverletzung mit anschließendem operativem Eingriff zwang die 19-Jährige ebenfalls zu einer langen Pause. Inzwischen ist das 1,93 Meter große Talent zurück im Training. Und möglicherweise bald auch im Kader. „Luisa hat in der Reha sehr motiviert und sehr diszipliniert gearbeitet. Jetzt müssen wir sehen, wie die Schulter auf zunehmende Belastung reagiert. Sie bekommt alle Zeit der Welt, um ihr altes Niveau zu erreichen“, sagt Lisa Thomsen. Die Trainerin schließt nicht aus, van Clewe zeitnah wieder „dazuzunehmen“. Eine Nominierung für das Aufgebot, um „wieder Bundesliga-Luft zu schnuppern“, sei der nächste logische Schritt.

Thomsen hat auch in dieser Saison viel improvisieren müssen. Die Ex-Nationalspielerin klagt nicht. Herausfordernde Personal-Situationen seien „das neue Normal“, sagt sie. Man brauche immer mehrere Pläne, kein Tag sei wie der andere. Thomsen hat Gefallen daran gefunden: „Immer neu zu denken, immer neue Lösungen zu suchen und zu finden, ist ja auch das richtig Coole an meinem Job.“

Broszat soll Spielpraxis sammeln

Und so hat sie Nele Broszat, die Nachwuchsspielerin vom Zweitligisten VC Olympia Berlin, zum Jahresende auch nicht einfach ziehen lassen. Die mit einem Doppelspielrecht ausgestattete 18-jährige Mittelblockerin half dem USC zuletzt in manch schwieriger Trainingsphase. „Nele hat das richtig gut gemacht und sich wohl gefühlt bei uns. Jetzt soll sie in Berlin wieder Spielpraxis sammeln. Mit dem Bundestrainer ist abgesprochen, dass sie wiederkommen kann, wenn unsere Personalsituation das erfordert.“

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